Der Kreml erklärt, Präsident Wladimir Putin sei zu Gesprächen mit europäischen Staaten bereit, werde jedoch keine Initiative zur Wiederaufnahme der Kontakte ergreifen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte: «Wir sind bereit, den Dialog so weit voranzutreiben, wie die Europäer dazu bereit sind. Doch angesichts der Haltung, die die europäischen Länder eingenommen haben, werden wir solche Kontakte nicht von uns aus initiieren.»

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Wladimir Putin im Kreml in Moskau

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Peskow erklärte, nicht Russland habe die Beziehungen «auf null reduziert», sondern «Brüssel und einzelne europäische Hauptstädte».

Einen Tag zuvor hatte Kremlberater Juri Uschakow erklärt, Moskau sehe «keinen Sinn» in weiteren trilateralen Friedensgesprächen, solange die Ukraine ihre Truppen nicht aus dem Donbass abziehe.

Am Freitag erklärte zudem EU-Ratspräsident António Costa, die Europäische Union sehe «Potenzial» für künftige Verhandlungen mit Putin. Derzeit gebe es jedoch «keine Anzeichen» dafür, dass Russland ernsthaft verhandeln wolle. Costa sagte, er führe Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs aller 27 EU-Mitgliedstaaten, um eine mögliche europäische Rolle bei künftigen Verhandlungen vorzubereiten. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski unterstütze entsprechende Vorbereitungen der EU.

Russland fordert weiterhin, dass die Ukraine die Kontrolle Moskaus über besetzte Gebiete anerkennt. Kiew lehnt diese Bedingungen bislang ab.