Torjäger Michael Gregoritsch lässt den FC Augsburg zum Ende einer turbulenten Saison mit Abstiegskampf und Trainerentlassung vom Europacup träumen. Die bayerischen Schwaben bezwangen Borussia Mönchengladbach am vorletzten Spieltag auch dank der beiden Treffer des Österreichers mit 3:1 (2:0).
Augsburg zog in der Tabelle nach Punkten mit der achtplatzierten Eintracht aus Frankfurt gleich. Die erst am Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga und bei Sky) in Hamburg geforderten Freiburger auf Rang sieben sind zwischenzeitlich auch nur noch einen Zähler entfernt. Dieser Platz berechtigt zur Teilnahme an den Conference-League-Playoffs; sollte Freiburg die Europa League gewinnen, reicht sogar Tabellenrang acht. Am letzten Spieltag bekommt Augsburg also ein Fernduell um den möglichen Einzug in den Europapokal.
Gladbach noch gut bedient mit der 1:3-Niederlage
Gregoritsch (24./72.) mit seinen Saisontoren Nummer fünf und sechs sowie der früh eingewechselte Robin Fellhauer (42.) waren für die überlegene Elf von Manuel Baum erfolgreich. Das Joker-Tor von Giovanni Reyna (90.+2) kam für weitgehend enttäuschende Gäste zu spät. Für den FCA, der bislang nur 2015/16 international gespielt hatte, war es die sechste Partie in Serie ohne Niederlage.
Augsburg hätte früh im Spiel einen Elfmeter bekommen müssen, als Kevin Diks im Strafraum gegen Anton Kade zu spät kam und den Mittelfeldspieler von hinten am Bein traf (2.). Wenig später verletzte sich FCA-Profi Dimitrios Giannoulis am linken Oberschenkel, für ihn kam Fellhauer (14.).
Gladbach hatte nach der Elfmeter-Szene zunächst mehr vom Spiel, obwohl Coach Eugen Polanski auf den gelbgesperrten Nico Elvedi und den angeschlagenen Haris Tabakovic verzichten musste. Kevin Stöger (21.) verfehlte das Tor per Distanzschuss.
Es war der Weckruf für Augsburg, das gleich mit der ersten sehenswerten Kombination traf. Gregoritsch war bei Fellhauers Hereingabe schneller als Joe Scally. Vier Minuten später traf der Österreicher abermals, stand aber mit der rechten Fußspitze im Abseits – kein Tor. Mert Kömür (32./45.+2) und Gregoritsch (35.) vergaben weitere Chancen.
Nach Wiederbeginn kamen die Hausherren schärfer aus der Kabine, Kade (49.) verpasste die Vorentscheidung. Polanski stellte bald personell und strukturell um, Gladbach wurde, angetrieben vom eingewechselten Robin Hack, etwas stärker. Ein weiterer Fellhauer-Treffer (68.) nach einer Ecke zählte wegen einer Abseitsstellung nicht.
Beim 3:0 half VfL-Torwart Moritz Nicolas unfreiwillig mit: Die Hereingabe von Kade klatschte er Gregoritsch vor die Füße, der Angreifer staubte ab.