Heute Abend ist es soweit. Das große Finale von „Deutschland sucht den Superstar“ läuft live bei RTL und parallel auf RTL+. Durch die Show führt Laura Wontorra, am Jurypult sitzen Dieter Bohlen, Bushido und Isi Glück. Es ist die 22. Staffel, und RTL geht mit Rückenwind in den Abend. Das Halbfinale am 2. Mai holte 1,54 Millionen Zuschauer und 10,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, die beste Quote seit dem Start im April.

Fünf Finalisten, fünf Geschichten

Die Finalisten von Deutschland sucht den Superstar

Die Finalisten von Deutschland sucht den Superstar

© RTL / Stefan Gregorowius

Im Halbfinale mussten Kadischa Weiß, Maric Verch und Lex Spielhaupter gehen, übrig sind fünf Kandidaten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Constance Dizendorf ist mit 19 Jahren die Jüngste im Feld und gleichzeitig die konstanteste Stimme der Staffel. Abii Faizan ist 24, kommt aus Koblenz und verarbeitet seine Flucht aus Afghanistan direkt auf der Bühne, er stand schon in Staffel 19 in den Top 25. Menowin Fröhlich ist 38 und schreibt das große Comeback, 2010 verlor er das Finale gegen Mehrzad Marashi, jetzt steht er 16 Jahre später wieder da mit demselben Bohlen am Pult. Paco Simic ist 23, kommt aus Österreich und gilt bei der Jury als stimmlich Stärkster, Bohlen nannte ihn mehrfach den leisen Favoriten. Tyrell Hagedorn ist ebenfalls 19 und das eigentliche Märchen dieser Staffel, er rückte nur für die ausgestiegene Delijah nach und kämpfte sich von Liveshow zu Liveshow ins Finale.

Der Schock zum Start

Die DSDS Reality

Die DSDS Reality

© RTL

RTL lässt keine Zeit zum Aufwärmen. Bevor die eigentliche Entscheidung beginnt, wird aus den Top 5 sofort eine Top 4. Paco Simic und Abii Faizan treten im direkten Battle gegeneinander an und singen beide denselben Song, „Beauty and a Beat“ von Justin Bieber und Nicki Minaj. Wer das Duell verliert, ist sofort raus, für ihn ist das Finale nach wenigen Minuten vorbei.

Die Songs des Abends

Tyrell Hagedorn – Deutschland sucht den Superstar

Tyrell Hagedorn – Deutschland sucht den Superstar

© RTL / Stefan Gregorowius

Jeder Finalist performt zwei Titel, ein Cover und seinen eigenen DSDS-Song. RTL hat alle Finalsongs vorab produziert, einen klassischen Siegersong gibt es deshalb nicht mehr. Constance singt „Euphoria“ von Loreen und ihren Titel „Get Back Up“. Abii tritt mit „Perfect Strangers“ von Jonas Blue und JP Cooper an, gefolgt von „One Day Soon“. Menowin performt „Billie Jean“ von Michael Jackson und den Song „Mercy On Me“. Paco interpretiert „As It Was“ von Harry Styles und den Titel „Home“. Tyrell schließlich singt „Photograph“ von Ed Sheeran und seinen Song „Die Eine“.

Drei Auftritte, über die morgen alle reden

Neben dem Wettbewerb hat RTL drei große Showmomente angekündigt. Dieter Bohlen verlässt das Jurypult und performt selbst seinen Modern-Talking-Klassiker „You’re My Heart, You’re My Soul“, das hat es in 22 Staffeln so noch nie gegeben. Dazu kommt Star-Geiger David Garrett, was er spielt hält der Sender noch zurück. Und Menderes Bağcı, seit Jahren das Maskottchen der Show, kehrt mit seinem Song „You Can Get It“ zurück.

Warum alle auf Menowin schauen

Deutschland sucht den Superstar

Deutschland sucht den Superstar

© RTL / Stefan Gregorowius

„Ich bin zum zweiten Mal im Finale, ich freue mich übertrieben darüber. Vielleicht bin ich nächste Woche Superstar, das ist crazy“, sagte Menowin nach seinem Einzug. 2010 sei er mit einem verbissenen Charakter ins Finale gegangen, heute habe er einfach Spaß an der Musik. Bohlen befeuert die Geschichte zusätzlich. „Er ist immer dünner geworden, aber seine Stimme immer fetter“, schwärmte er nach dem Halbfinale, im Finale werde Menowin alles nochmal reinpacken, was er drauf hat.

Genau diese Mischung macht den Abend unberechenbar. Menowin bringt die größte Geschichte mit, Constance die stabilsten Vocals, Paco die beste Technik laut Jury, Tyrell die Underdog-Welle und Abii die tiefste Emotion. Entscheiden wird nicht das Jury-Lob, sondern allein das Telefonvoting der Zuschauer.

Wer einschalten will, startet um 20:15 Uhr bei RTL oder auf RTL+. Wer das Battle in den ersten fünfzehn Minuten verpasst, verpasst vielleicht schon den ersten Abschied des Abends.