
Bayrisches Derby an der Grünwalder Straße: Der TSV 1860 München empfing den FC Ingolstadt zum vorletzten Saisonspiel in der 3. Liga. Die Löwen erwischten den besseren Start – doch nach der Pause kippte die Partie für die Hausherren.
Große sportliche Relevanz hatte das bayerische Duell am vorletzten Spieltag nicht. Trotzdem ging es im Spiel zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Ingolstadt hoch her. Zur Pause führten die Löwen, doch in der zweiten Hälfte drehten die Schanzer auf, und verließen nach einem 2:1-Sieg das Grünwalder Stadion als Sieger.
Trotz der Niederlage hat der TSV 1860 doch noch Grund zum Feiern: Nachdem die Würzburger Kickers gegen die SpVgg Unterhaching in der Regionalliga Bayern gewonnen haben, sind die Münchner für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert.
Für beide Teams ging es sportlich um nichts mehr. 1860 München wollte sich aber nach einer eher enttäuschenden Saison, in der das Thema Aufstieg schon vor ein paar Monaten abgehakt werden musste, mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden. Dementsprechend schwungvoll begann das Team von Markus Kauczinski. Kurz vor Pausenpfiff gelang Samuel Althaus die Löwen-Führung.
Ingolstadt dreht auf
Ingolstadt spielte auf Augenhöhe mit – trotz der Turbulenzen nach der 3:5-Heimschmach gegen Absteiger Erzgebirge Aue. So trennten sich die Wege der Schanzer und des FCI-Geschäftsführers Dietmar Beiersdorfer. Der Verein hat einen Vierjahres-Plan aufgestellt – mit dem klaren Ziel Aufstieg. Präsident Peter Jackwerth stellte bei MagentaTV klar: „Das waren gegen Aue grausame 30 letzte Minuten – wenn wir so weitermachen, spielen wir das Stadion leer. Wir fangen jetzt bei Null an und verstärken uns punktuell, um besser in den Flow zu kommen – und um in spätestens vier Jahren aufzusteigen.“
Nach Wiederanpfiff übernahmen die Gäste das Kommando und eine schöne Kombination brachte in der 57. Minute den Ausgleich durch Marcel Costly. Keine zehn Minuten später gelang Max Besuschkow der Ingolstädter Führungstreffer.
Angefeuert von den Fans im ausverkauften Grünwalder Stadion kämpften die Löwen um den Ausgleich – doch der Ball wollte nicht mehr ins Ingolstädter Tor.
Im Video: Die Stimmen zum Spiel
Emotionale Szenen vor dem Spiel
Neben Jesper Verlaat, Clemens Lippmann, Thore Jacobsen, Maximilian Wolfram, David Philipp, Raphael Schifferl und Morris Schröter auch Ersatztorhüter Miran Qela, dessen Abschied bisher noch nicht offiziell war vor dem Spiel verabschiedet. Besonders laut wurde es im Stadion bei Verlaat – der langjährige Kapitän brach in Tränen aus, im auf Giesings Höhen ertönte „Einmal Löwe, immer Löwe – hey, hey“.
Quelle: BR24 Radio 09.05.2026 – 12:35 Uhr