Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Aus Russland? Polen findet Flugobjekt an Grenze zu Kaliningrad

Aktualisiert am 09.05.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 30 Min.

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Polnischer Soldat an der Grenze zu Kaliningrad: In Polen wird immer wieder vor der Bedrohung Russlands gewarnt. (Quelle: Attila Husejnow/imago-images-bilder)

Polen findet eine mutmaßliche russische Drohne. Eine ukrainische Elitetruppe droht den Besatzern. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. „Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten.“ Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.

Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. „Im Moment ist alles normal“, sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei „eine Art Ruhetag“ eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren.

Auf einem Feld nahe der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad (Königsberg) haben die polnischen Behörden eine abgestürzte Drohne sichergestellt. Polizei und Militärpolizei hätten am Morgen den Hinweis erhalten, nahe der Stadt Bartoszyce sei ein unbekanntes Flugobjekt gefunden worden, teilte die Militärpolizei auf Facebook mit. „Erste Untersuchungen vor Ort deuten darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um eine Militärdrohne handelt, die zu Überwachungszwecken eingesetzt wird, jedoch nicht kampffähig ist“, hieß es in der Mitteilung. Die Militärpolizei habe Ermittlungen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Nach Informationen des privaten Radiosenders RMF soll die Drohne eine Aufschrift mit kyrillischen Buchstaben getragen haben. Das könnte auf einen russischen oder auch ukrainischen Ursprung hindeuten. Nach von der Polizei zunächst ebenfalls noch nicht bestätigten Angaben soll die abgestürzte Drohne RMF zufolge mit mehreren Kameras ausgestattet sein.

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender TVP Info nannte später als genauere Fundstelle die Ortschaft Osieka, die nur rund 20 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt. Ein vom Sender befragter Verteidigungsexperte vermutete, dass es sich um eine ungewollt abgestürzte Aufklärungsdrohne handle, jedenfalls nicht um einen versuchten militärischen Angriff.

Fischer haben eine ukrainische Seedrohne vor der Küste der griechischen Insel Lefkada entdeckt. Am Donnerstag fanden die Männer das unbemannte Wasserfahrzeug in einer Küstenhöhle. Sie schleppten das schwarze Boot in den Hafen von Vasiliki und übergaben es der Küstenwache.