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Werders Fußball-Profis Marco Friedl, Marco Grüll und Jovan Milosevic gehen nach der Niederlage gegen Hoffenheim enttäuscht über den Rasen.

In der 26. Minute gingen die Hoffenheimer gegen zehn Bremer mit 1:0 in Führung.

Bild: Imago | Eibner

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Nach fünf Minuten sah Sugawara die Rote Karte, doch die Bremer kämpften in Unterzahl wacker um den Punkt zum Klassenerhalt. Werder braucht nun ein Remis des VfL.

Daniel Thioune blickte unzufrieden drein, bevor er nochmal das Gespräch mit Schiedsrichter Sören Storks suchte. Dessen Entscheidungen hatten am Samstagnachmittag allerdings keinen Einfluss darauf, dass das leichte Zittern beim Coach von Werder Bremen und seinem Team vorerst weiter geht.

Auch nach dem vorletzten Saisonspiel kann der Klub im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga noch nicht endgültig aufatmen. Die Norddeutschen verloren am Samstagnachmittag mit 0:1 (0:1) bei der TSG Hoffenheim.

Wir haben ein wichtiges Spiel verloren. Das muss uns sehr ärgern. Die Rote Karte und das Gegentor, das haben wir uns selbst reingelegt. Aber die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und sich aufgebäumt.

Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz in der ARD

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Werders Fußball-Kapitän Marco Friedl wischt sich nach der Niederlage in Hoffenheim enttäuscht übers Gesicht.

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Thioune: „Müssen Bayern die Daumen drücken“

Theoretisch könnte Bremen somit am letzten Spieltag noch auf den Relegationsplatz 16 zurückfallen – aber nur, falls Wolfsburg am Samstagabend um 18:30 Uhr gegen Meister Bayern München gewinnt.

Es geht jetzt darum die Liga zu halten. Wir müssen jetzt den Bayern die Daumen drücken oder, wenn wir nächste Woche noch selber ran müssen, dann gegen Dortmund punkten.

Werder-Trainer Daniel Thioune in der ARD

Bazoumana Touré (26.) schoss das Tor für die Hoffenheimer, Werder agierte nach der frühen Roten Karte für Yukinari Sugawara (5.) in Unterzahl. Die TSG hat nach dem Heimsieg weiterhin die Möglichkeit, sich für die Champions League zu qualifizieren.

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Werders Fußball-Trainer Daniel Thioune hält sich an der Seitenlinie im Spiel gegen Hoffenheim mit verschränkten Armen nachdenklich die rechte Hand über den Mund.

Bild: Imago | Jan Huebner

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Werder will nicht auf Schützenhilfe bauen

Weil zeitgleich aber Stuttgart gegen Leverkusen gewann, ist Hoffenheim bei diesem Vorhaben am kommenden Samstag in Mönchengladbach auch vom Ergebnis des punktgleichen VfB abhängig, der das deutlich bessere Torverhältnis hat.

Werders Coach Daniel Thioune hatte betont, den Klassenerhalt gerne aus eigener Kraft sichern zu wollen. „Das ist mir sehr wichtig“, sagte der 51-Jährige, der im Februar das Traineramt in Bremen übernommen hatte: „Das ist der Auftrag, der an mich gerichtet war.“

Sugawara fliegt nach 5 Minuten vom Platz

Werders Fußball-Profi Yukinari Sugawara verlässt enttäuscht das Spielfeld, nachdem er gegen Hoffenheim die Rote Karte gesehen hat.

Nach kaum zwei Minute foulte Yukinari Sugawara den Hoffenheimer Touré und sah dafür die Rote Karte.

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Doch schon kurz nach Anpfiff stand das Vorhaben auf wackligen Füßen: Sugawara trat Touré rücksichtslos in die Wade und sah nach Videobeweis von Schiedsrichter Sören Storks zurecht die Rote Karte (5.).  In Unterzahl zog sich Werder bei gegnerischem Ballbesitz tief in die eigene Hälfte zurück, die TSG tat sich so zunächst schwer, Chancen herauszuspielen.

Es war ein maximal unglücklicher Start. Aber über die 90 Minuten haben wir ein sehr sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, unglaublich gut verteidigt und umgeschaltet. Aber die Art und Weise, wie wir das Gegentor kriegen, war maximal amateurhaft.

Werder-Kapitän Marco Friedl in der ARD

Zur Mitte der ersten Hälfte hatten die Hausherren mehr als 60 Prozent Ballbesitz, wirkten in ihren Offensivaktionen aber nervös. So waren es schläfrige Bremer, die Hoffenheims Führung ermöglichten: Bei einer schnell ausgeführten TSG-Ecke war Werders Abwehr überhaupt nicht auf der Höhe, Touré bedankte sich. 

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Werders Geschäftsführer Clemens Fritz schaut nachdenklich während eines Interviews vor dem Spiel in Hoffenheim.

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Werder trotzdem mit Chancen

Werders Fußball-Profi Senne Lynen schreit im Spiel gegen Hoffenheim seinen Frust heraus gestikuliert dabei nach einer verpassten Torchance.

Ein paar Torchancen hatte Werder auch in Unterzahl gegen Hoffenheim, aber die Verwertung klappte nicht.

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Vor 28.128 Zuschauern versuchten die Norddeutschen dennoch, Nadelstiche zu setzen, Justin Njinmahs Versuch aus der Distanz geriet aber deutlich zu hoch (30.). Werder hielt mit neun Feldspielern insgesamt gut mit, Hoffenheim erspielte sich vor dem Pausenpfiff keine hochkarätigen Möglichkeiten mehr.

Die Gästen blieben auch zu Beginn des zweiten Abschnitts agil und verbuchten mehrere Torannäherungen, die beste Gelegenheit vergab Njinmah (50.). Bei der Flanke von Wouter Burger, die an den Pfosten klatschte, hatte der SVW jedoch Glück (61.). Die Partie lebte nun vor allem von der Spannung, beide Teams lauerten auf ihre Chance.

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Quelle:
sid.

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 9. Mai 2026, 18 Uhr