Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Putin bringt Treffen mit Selenskyj ins Spiel – Schröder als Vermittler?

Aktualisiert am 09.05.2026 – 21:01 UhrLesedauer: 30 Min.

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Gerhard Schröder (l) und Wladimir Putin (Archivbild): Die beiden verbindet eine Freundschaft. (Quelle: IMAGO/imago)

Polen findet eine mutmaßliche russische Drohne. Putin spricht über ein mögliches Treffen mit Selenskyj. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der russische Präsident Wladimir Putin sagt, er denke, dass der „Konflikt“ mit der Ukraine zu einem Ende komme. Ihm sei gesagt worden, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Man könne sich in einem Drittland treffen, sagt Putin. Voraussetzung sei aber, dass vorher eine belastbare Friedensvereinbarung erzielt worden sei. Putin sagt weiter, für Vermittlungsgespräche zwischen Russland und der EU sehe er den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als geeignete Person.

Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. „Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten.“ Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.

Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. „Im Moment ist alles normal“, sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei „eine Art Ruhetag“ eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren.

Auf einem Feld nahe der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad (Königsberg) haben die polnischen Behörden eine abgestürzte Drohne sichergestellt. Polizei und Militärpolizei hätten am Morgen den Hinweis erhalten, nahe der Stadt Bartoszyce sei ein unbekanntes Flugobjekt gefunden worden, teilte die Militärpolizei auf Facebook mit. „Erste Untersuchungen vor Ort deuten darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um eine Militärdrohne handelt, die zu Überwachungszwecken eingesetzt wird, jedoch nicht kampffähig ist“, hieß es in der Mitteilung. Die Militärpolizei habe Ermittlungen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Nach Informationen des privaten Radiosenders RMF soll die Drohne eine Aufschrift mit kyrillischen Buchstaben getragen haben. Das könnte auf einen russischen oder auch ukrainischen Ursprung hindeuten. Nach von der Polizei zunächst ebenfalls noch nicht bestätigten Angaben soll die abgestürzte Drohne RMF zufolge mit mehreren Kameras ausgestattet sein.