Kiel/Magdeburg/DUR/dpa – Es gehörte zu den kuriosestens Szenen dieser Saison des 1. FC Magdeburg. In der 55. Spielminute des FCM-Auswärtsspiels bei Holstein Kiel zirkelte Baris Atik einen Eckball direkt ins Tor. Und genau das hatte er Sekunden vorher schon den Kieler Auswechselspielern um Marcus Müller neben der Eckfahne angekündigt.
In Kiel siegten die Elbestädter am Samstag vor 14.678 Zuschauern 3:1 (2:0). Gesprochen wurde aber nachher vor allem über Atiks Streich. „Ich habe noch zu den Auswechselspielern gesagt: Ich versuche es direkt. Ich glaube, die haben mir nicht geglaubt“, sagte Atik zu seiner direkt verwandelten Ecke.
FCM trifft in Kiel drei Mal nach Eckbällen
Seine Flanke an den kurzen Pfosten ging vorbei an Freund und Feind und landete am Ende im Tor. „Fuchs musst du sein“, freute sich Atik in der Mixed-Zone des Holstein-Stadions: „Ich habe gesehen, dass keiner den ersten Pfosten gedeckt hat und der Torwart sehr zentral stand.“
Das 3:0 war die Entscheidung in dieser Partie, in der Magdeburg alle drei Tore nach Eckbällen erzielte hatte – höchst ungewöhnlich für den FCM. Jean Hugonet (40.) und Dariusz Stalmach (45 + 2.) hatten schon vor der Pause getroffen.
Mit 39 Punkten liegen die Elbestädter auf Tabellenrang zwölf, haben den direkten Abstieg vermieden und könnten am Sonntag auf der Couch den endgültigen Klassenerhalt feiern.