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Eine Frau, ein Schockerlebnis und der Entschluss, das Leben nicht mehr einfach so hinzunehmen: Diese unterschätzte Serie trifft einen Nerv – leise, aber sicher.

Comedyserien, die sich ernsthaft mit Einsamkeit und Selbstfindung auseinandersetzen, sind rar gesät. Noch seltener sind solche, die dabei weder in Kitsch noch in falschen Optimismus verfallen, sondern ihre Hauptfigur mit all ihren Fehlern und Widersprüchen zeigen. Genau in dieser Nische hat sich die Hulu-Produktion „How to Die Alone“ eingenistet – eine Dramedy, die trotz ihrer Qualität ein breites Publikum nie wirklich erreicht hat.

Natasha Rothwell (l.) in „How to Die Alone“Natasha Rothwell und Conrad Ricamora in „How to Die Alone“ © Hulu

Auf Rotten Tomatoes steht die Serie bei 92 Prozent auf dem Tomatometer der Kritiker – und auch das Publikum kann sich mit 80 Prozent für „How to Die Alone“ begeistern. Das sind Werte, die viele deutlich bekanntere Produktionen nicht einmal erreichen. Im Zentrum der Geschichte steht Mel, gespielt von Natasha Rothwell, die viele als Belinda aus „The White Lotus“ kennen dürften. Mel arbeitet am JFK-Flughafen, ist kurz vor ihrem 35. Geburtstag und stirbt kurz – allein, in ihrer Wohnung, an einem verschluckten Stück Essen. Jetzt das Angebot von Disney+ entdecken (Affiliate-Link).

„How to Die Alone“: Natasha Rothwells Dramedy zwischen Selbstfindung und Neuanfang

Dieser Moment verändert alles. Mel beschließt, ihr Leben nicht länger auf Autopilot laufen zu lassen – und meldet sich für ein Managementprogramm an. Das sorgt für Reibung mit ihrem besten Freund und Kollegen Rory (Conrad Ricamora). Gleichzeitig steht die Hochzeit von Alex vor der Tür, Mels Ex, der auch ihr Vorgesetzter ist. Gespielt wird er von Jocko Sims („Crash“). Dass Mel selbst die Beziehung damals beendet hat, sorgt für zusätzliche Spannungen.

Natasha Rothwell hat die Serie nicht nur gespielt, sondern auch selbst entwickelt. Das merkt man. Mel ist keine Heldin, die am Ende alles richtig macht – sie scheitert, korrigiert, stolpert weiter. Genau das macht die Figur so sehenswert. Seit dem Start am 13. September 2024 auf Hulu hat „How to Die Alone“ eine treue Fangemeinde aufgebaut, die umso fassungsloser war, als Hulu die Serie im Februar 2025 nach nur einer Staffel absetzte. Entdeckt auch ein brandneues Drama mit einem „The Big Bang Theory“-Star.

Schlechte Laune? Diese Comedys bringen Millennials seit Jahren immer wieder zum LachenEinige beliebte Comedyserien: 30 Rock, Fleabag, Modern FamilyFotostrecke ansehen

Eine Staffel, starke Kritiken, kaum Reichweite – „How to Die Alone“ ist das klassische Beispiel einer Serie, die zwischen den Algorithmen verloren gegangen ist. Wer Dramedy mag und mit Serien wie „Fleabag“ oder „Insecure“ etwas anfangen kann, sollte hier reinschauen. Was bleibt, ist eine runde, abgeschlossene Geschichte – und die leise Hoffnung, dass noch mehr Leute den Weg zu ihr finden. Hierzulande kann man sie auf Disney+ streamen. „Der Teufel trägt Prada 2“ ist dagegen aktuell in aller Munde – lohnt sich die Kultfortsetzung überhaupt?