Während der Frühling draußen Fahrt aufnimmt, lädt der „BLECH. Raum für Kunst Halle e.V.“ zu einem intensiven künstlerischen Zwischenstopp ein. Unter dem provokanten Titel „There is no point to live, there is no point to die“ präsentieren die Fotografen Patrick Liebach und Johann von Cargo vom 15. bis 19. Mai eine Doppelausstellung, die den Blick für die Ränder und Brüche unserer Welt schärft.
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Der Mai bringt im Steintor-Viertel keine sanfte Idylle, sondern visuelle Wucht. Die Ausstellung vereint zwei Generationen und zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf das Dasein und die Dokumentation von Realität.
Die Werke könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein, und doch verbindet sie die Suche nach dem Unverfälschten:
*Patrick Liebach (1990): Der studierte Fotograf ist bekannt dafür, dort weiterzumachen, wo die Technik versagt oder die Ästhetik des Perfekten endet. Er „schlägt Haken in der Peripherie“ und fängt Momente ein, die sich dem klassischen Blick entziehen. Ein besonderes Highlight: Im Rahmen der Ausstellung findet zudem eine Buchpräsentation seiner neuesten Arbeiten statt.
*Johann von Cargo (1978): Er blickt auf ein Vierteljahrhundert Reiseerfahrung zurück. Seit 1999 bereist er regelmäßig Mittel- und Südamerika. Seine Bilder sind keine Urlaubsmotive, sondern eine visuelle Analyse der „Soll- und Bruchstellen des Feudalkapitalismus“. Für diese Schau hat er eine Art „Teststreifen“ aus 25 Jahren Archivmaterial zusammengestellt – eine Zeitreise durch soziale und politische Landschaften.
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