Noch sind die Türen offen. Foto Gaby Römers -

Eschweiler. Große Ungewissheit herrscht zurzeit bei den 15 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Spielwarenkette ROFU. In zweifacher Hinsicht – einmal welcher Service besteht noch für den Kunden und zweitens wie sieht die berufliche Zukunft aus? Wie die Eschweiler Filmpost aus vertraulicher, aber zuverlässiger Quelle erfahren hat, wurde Ende Januar noch davon ausgegangen, dass die Eschweiler Filiale trotz laufendem Insolvenzverfahren nicht geschlossen wird.

Ein Investor war gefunden – und die Umsätze in Eschweiler waren bis dahin gut. Daher sahen die Mitarbeiter von ROFU auch keinen Grund, die begehrten Gutscheine zu Ostern, Geburtstagen oder Kinderkommunion nicht weiter zu verkaufen.

Groß war daher die Fassungslosigkeit, als ganz plötzlich die Mitteilung kam, dass der Investor sich entschlossen hat, die Eschweiler Filiale nicht weiterzuführen.

Der nächste Schock folgte umgehend. So wurden die Mitarbeiter angewiesen ab den 2. Mai. 2026 keine Gutscheine mehr einzulösen und die beliebten Geburtstagskisten nicht mehr zu packen. Barzahlung ist auch nicht mehr möglich und die Werkstatt hat ihren Betrieb eingestellt.

Zwar kann man die Gutscheine online einlösen oder in der nächsten Filiale in Euskirchen, aber der Frust bei der Kundschaft ist groß und entlädt sich in vollem Masse über die Mitarbeiter. 

Und die wissen jetzt nicht wie es weiter geht – denn der Dialog zwischen Insolvenzverwalter, Investor und Personal findet nicht statt.

Gaby Römers