Luka Markovic09.05.202621:00
Hohe CO2-Werte werden für Autofahrer in Großbritannien teurer. Neue VED-Sätze sehen für bestimmte Fahrzeuge Abgaben von bis zu über 5.000 Euro vor.
In Großbritannien werden in diesem Jahr neue Stufen der Kfz-Steuer VED (Vehicle Excise Duty) wirksam. Für Pkw mit Emissionen zwischen 226 und 255 Gramm CO2 pro Kilometer können bis zu 4.850 Pfund (etwa 5.608 Euro) fällig werden, wenn sie nach April 2017 zugelassen wurden, wie das britische Portal „BirminghamLive“ berichtet.
Vereinigtes Königreich setzt auf digitale Kontrolle der Steuer
Die Steuer wird von der DVLA, der staatlichen Fahrer- und Zulassungsbehörde, eingezogen. Somit sollen jährlich rund fünf Milliarden Pfund (circa 5.782.700 Euro) eingebracht werden, schreibt „BirminghamLive“.
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Das Geld fließt in den allgemeinen Staatshaushalt des Vereinigten Königreichs und nicht ausschließlich in Straßenprojekte. Die Überwachung erfolgt über ein elektronisches System und automatische Kennzeichen-Erkennung, statt wie früher über eine sichtbare Steuerplakette.
Solche Maßnahmen sollen vor allem den Klimaschutz stärken. (Symbolfoto)
Imago / Klaus W. Schmidt CO2-Steuer auf Benzin und Diesel in Deutschland
In Deutschland wird währenddessen der nationale CO2-Preis auf Benzin und Diesel 2026 weiter angehoben. Er entsteht seit 1. Januar 2026 durch Versteigerung von Emissionszertifikaten in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO2, erklärt der ADAC. Je nach Auktionsergebnis kann das Tanken dadurch um bis zu rund 3 Cent pro Liter Benzin und etwas mehr als 3 Cent pro Liter Diesel teurer werden.
Die CO2-Abgabe auf fossile Kraftstoffe – oft CO2-Steuer genannt – soll den Ausstoß von Treibhausgasen senken und die deutschen Klimaziele unterstützen. Ihre Einnahmen fließen zweckgebunden in den Klima- und Transformationsfonds und nicht in den allgemeinen Staatshaushalt.