Sorge um Kult-Lokal
Schock auf dem Kiez: „Astra St. Pauli Brauerei“ insolvent
Aktualisiert am 09.05.2026 – 21:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Astra-Flaschen auf einem Tisch (Symbolbild): Das Restaurant „Astra St. Pauli Brauerei“ muss derzeit ein Insolvenzverfahren bewältigen. (Quelle: IMAGO/KH)
Ein Hamburger Kult-Lokal kämpft ums Überleben. Die „Astra St. Pauli Brauerei“ am Nobistor hat Insolvenz angemeldet. Wie geht es weiter?
Astra und St. Pauli, das gehört in den Augen vieler Hamburger fest zusammen. Seit Jahrzehnten ist die Marke unzertrennlich mit dem FC St. Pauli verbunden. Bis 2002 wurde das Bier sogar südlich der Reeperbahn gebraut. Mittlerweile wurde die Produktion zwar nach Hausbruch verlagert, doch auf dem Kiez hält das Restaurant „Astra St. Pauli Brauerei“ noch immer den Anker hoch.
Seit 2018 serviert das Lokal am Nobistor diverse Brauspezialitäten, neben dem bekannten Astra „Urtyp“ stehen Kreationen wie das Dunkelbier „Nachtschicht“ oder das „Luden Lager“ auf der Karte. Erst kürzlich wurde das „Reep Royal“ in Anlehnung an die Feierlichkeiten zu 400 Jahren Reeperbahn vorgestellt. Doch jetzt steht die Zukunft der „Astra St. Pauli Brauerei“ in den Sternen: Das Restaurant hat Insolvenz angemeldet.
„Astra St. Pauli Brauerei“: Insolvenzverfahren läuft seit Mai
Wie aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Hamburg hervorgeht, wurde über das Vermögen der Astra Brauerei St. Pauli GmbH am 1. Mai 2026 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Verfahren läuft in Eigenverwaltung. Zum Sachwalter bestellte das Gericht den Hamburger Rechtsanwalt Matthias Wolgast von der Kanzlei Münzel & Böhm.
Zuerst hatte das „Hamburger Abendblatt“ über die Insolvenz berichtet. Der Sachverwalter und die Gesellschafter des Restaurants äußerten sich zunächst nicht. Dafür bezog Carlsberg Stellung. Zu dem dänischen Konzern gehört zwar die Marke Astra, nicht aber die „Astra St. Pauli Brauerei“. Mit dem Restaurant pflege Carlsberg eine enge Partnerschaft, sagte Konzernsprecherin Linda Hasselmann dem „Hamburger Abendblatt“.
„Astra St. Pauli Brauerei“: Betrieb läuft weiter
„Gemeinsames Ziel war es seit jeher, die Marke Astra authentisch erlebbar zu machen und durch die Brauerei neue Astra-Konzepte zu entwickeln“, sagte Hasselmann. So nutzte Carlsberg die „Astra St. Pauli Brauerei“ in der Vergangenheit unter anderem dafür, neue Sorten vorzustellen.
Der Betrieb des Restaurants geht erst einmal normal weiter. Online bewirbt die „Astra St. Pauli Brauerei“ jedenfalls einige Veranstaltungen, die im Mai stattfinden sollen: So sind in diesem Monat unter anderem noch eine 80er-90er-2000er-Party, ein Quiz und ein Karaokeabend geplant.
