Ron-Thorben Hoffmann

Stand: 09.05.2026 • 16:43 Uhr

Eintracht Braunschweig hat das erste von zwei Endspielen um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen. Beim 2:1 (1:0)-Sieg gegen Dynamo Dresden wurde auch Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann zum Helden.

Florian Flick (20. Minute) und Faride Alidou (50.) sorgten am Samstag für eine Braunschweiger 2:0-Führung, ehe ihr Keeper Hoffmann nach mehreren starken Paraden auch einen Strafstoß von Stefan Kutschke (67.) abwehrte. Kutschke schaffte schließlich nur noch spät den Anschlusstreffer (86.).

Die Braunschweiger, zuvor nur mit einem Sieg aus sieben Spielen, feierten mit dem 2:1-Erfolg einen echten Befreiungsschlag und haben im engen Abstiegsrennen mit nun 37 Punkten den Klassenerhalt in eigener Hand. Dresden bleibt bei 38 Punkten stehen.

Dickes Lob für Braunschweigs Hoffmann

Angesprochen auf das Thema Effizienz, sagte Braunschweigs Trainer Lars Kornetka am Sportschau-Mikro: „Wir haben das genutzt, was uns angeboten wurde, und das zu 100 Prozent.“ Er gab aber zu: „Das kann auch in die andere Richtung ausgehen.“ Seinen Keeper hob er natürlich besonders hervor: „Thorben hat überragend gehalten, das kann man nicht besser machen.“

Dresdens Trainer Thomas Stamm erklärte gegenüber der Sportschau: „Die Art und Weise, wie wir noch mal zurückkommen, ist sehr gut und soll Mut geben für die nächste Partie.“ Für die kündigte er an: „Wir gehen mit viel Selbstvertrauen ins letzte Spiel.“

Dresden startet selbstbewusst – und unachtsam

Dresden, nach zuvor drei Siegen aus vier Spielen schon fast aller Abstiegssorgen entledigt, startete selbstbewusst und ballsicher. Die Eintracht spielte zunächst einmal voll auf Absicherung und lauerte auf Umschaltsituationen.

Erstmals gefährlich wurde es aber erst durch eine Dresdner Unachtsamkeit, die Braunschweig sofort zur Führung nutzte: Die Gäste klärten eine Hereingabe zentral vor den eigenen Strafraum, Lino Tempelmann schnappte sich die Kugel, die auf Umwegen bei Flick landete – der vollendete aus rund 14 Metern flach zum 1:0 ins linke Eck.

Dresden schaffte fast die schnelle Antwort: Im Gegenzug lief Robert Wagner über rechts durch und steckte durch auf den freistehenden Vincent Vermeij, doch Keeper Hoffmann rettete mit einem starken Reflex. Ceka hatte eine weitere Chance zum Ausgleich, doch erneut klärte Hoffmann (34.). Die Dresdner blieben auch bis zur Pause das offensivere Team, aber Braunschweig stand gut und ließ wenig zu.

Braunschweig nutzt auch zweite Chance

Dafür schlug Braunschweig wie schon vor der Pause auch in Halbzeit zwei beim ersten Angriff zu, wieder sah die Dynamo-Abwehr schlecht aus: Fabio Kaufmann konnte ungehindert von der rechten Seite an den Fünfmeterraum flanken, Keeper Tim Schreiber bewegte sich zu spät von der Linie, Alidou drückte den Ball zum umjubelten 2:0 über die Linie.

Dresden hatte sich zum zweiten Mal im fremden Stadion auskontern lassen – bekam aber durch eine umstrittene Elfmeterentscheidung die Chance, zurück ins Spiel zu kommen: Kaufmann traf bei einem Befreiungsschlag im Strafraum den hinter ihm heraneilenden Vermeij mit dem Arm am Kopf. Niemals Absicht, zumal der Ball schon längst weg war. Christian Dingert wurde trotzdem an den Monitor geschickt, um sich die Szene anzuschauen – und entschied auf Elfmeter. Kutschke schoss scharf, aber nicht platziert genug. Keeper Hoffmann war im richtigen Eck und lenkte die Kugel ab.

Hoffmann wird zum Braunschweiger Helden

Es war bereits der dritte Elfmeter in der laufenden Saison, den Hoffmann parieren konnte. Der Eintracht-Keeper verschwand danach in einer Jubeltraube – die Braunschweiger feierten den gehaltenen Elfer schon wie den vorzeitigen Klassenerhalt.

Die Gastgeber mussten aber weiter zittern, ihr starker Keeper blieb im Blickpunkt: Hoffmann lenkte einen gefährlichen Schuss von Jakob Lemmer über die Latte (82.) – und war dann vier Minuten vor dem Ende doch geschlagen: Nach einer Ecke von Alexander Rossipal köpfte Kutschke den Ball zum 1:2 ins lange Eck.

Dresden blieb bis zum Schluss am Drücker, Ben Bobzien hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einmal die Riesenschance zum Ausgleich, aber Hoffmann wehrte erneut ab. Im Anschluss traf Tony Menzel noch einmal den Querbalken – am Ende brachte Braunschweig den Vorsprung auch mit Glück über die Zeit.

Braunschweig auf Schalke, Dresden gegen Kiel

Braunschweig ist am letzten Spieltag beim FC Schalke zu Gast. Dresden empfängt Holstein Kiel (beide Sonntag, 15.30 Uhr).