„Come on, boys!“: Während viele Männer den Vatertag als Anlass zum ausgelassenen Feiern nehmen, plant eine Gruppe Hamburger Männer um „Großstadtrevier“-Star Enrique Fiß, dem Tag ein „Rebranding“ zu verpassen. Statt Bier und Bollerwagen will die Initiative mit einer Demo ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzen. Was genau geplant ist.

Ob Vater oder nicht – den Vatertag nehmen viele Männer als Anlass, mit Bollerwagen und Bier durch die Straßen zu ziehen und zu feiern. „Großstadtrevier“-Schauspieler Enrique Fiß will dies mit einer Gruppe Hamburger Männer in diesem Jahr aber ändern. „Am 14. Mai 2026, am Vatertag 2026, drehen wir diesen Scheißtag ein bisschen um, okay?“, so der Schauspieler in einem Video auf Instagram.

Schauspieler Fiß ruft zu Demo auf Heiligengeistfeld auf

Unter dem Motto „Come on, boys! – Vatertag reframed“ hat Fiß gemeinsam mit weiteren Männern aus Kultur, Medien und der Kreativwirtschaft am 14. Mai zu einer Demo auf dem Heiligengeistfeld aufgerufen.

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„Es geht darum, Einsatz zu zeigen – Einsatz gegen Gewalt an Frauen und queeren Personen, weil diese Gewalt ist männlich“, so Fiß. Anlass seien die derzeitigen Diskussionen rund um sexualisierte und digitale Gewalt gegen Frauen, wie die Initiative auf Instagram erklärte.

Besondere Dringlichkeit hatte die Debatte Ende März erhalten, als die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes mit Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die Öffentlichkeit ging. Ulmen habe über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Inhalte verbreitet, so die Vorwürfe. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Zeichen gegen patriarchale Gewalt setzen

„Die Demonstration versteht sich als bewusster Gegenentwurf zu klassischen Vatertagsbildern: Statt Bollerwagen und Alkohol geht es um Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und ein sichtbares Zeichen gegen patriarchale Gewalt“, erklären die Organisatoren. Man wolle ein Zeichen setzen, ergänzt Fiß.

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Stattfinden soll die Demo von 14 bis 17 Uhr. Dabei stehen Redebeiträge und Musik auf dem Programm, insbesondere von FLINTA-Personen (Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen), so die Initiative. Fiß macht abschließend einen großen Aufruf: Ob Väter, Brüder, Onkel, Opas – „Ich will euch alle sehen!“ (mwi)