Ein Spieler springt mit ausgestrecktem Bein in einen Ball

Stand: 09.05.2026 • 18:06 Uhr

Fünf Tore, wundersame Geschichten und ganz viel Feuer: Das Prestigeduell zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV Zwickau hielt, was es versprach. Am Ende jubelte der CFC.

Der Chemnitzer FC hat das Derby gegen den FSV Zwickau am Samstag (9. Mai 29026) mit 3:2 (0:0) gewonnen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit lösten beide Mannschaften ihre taktischen Schranken und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.

Das bessere Ende hatte der CFC. Für die „Himmelblauen“ trafen neben Tobias Stockinger ausgerechnet Niclas Walther und Felix Müller. Beide müssen nach dieser Saison gehen. Zwickau kam durch Luca Prasse und Marc-Philipp Zimmermann zweimal zurück. Das 3:3 war möglich, fiel aber nicht.

Sezer trifft die Latte

Emotional wurde es schon vor dem Spiel. Der CFC verabschiedete neun Spieler, deren Verträge nicht verlängert werden. Während die „Himmelblauen“ einen großen Umbruch im Sommer erleben, bleibt der FSV zusammen. 17 Spieler haben einen – über die Saison hinaus – gültigen Vertrag.

Während die beiden Rivalen personell andere Wege gehen, waren sie auf dem Platz auf Augenhöhe. Nach 45 Minuten mit Höhen und Tiefen standen auf jeder Seite eine Top-Chance zu Buche. Zwickaus Cemel Sezer hämmerte den Ball nach Sahnepass von Luca Prasse an die Lattenunterkante, im Nachschuss scheiterte Daniel Haubner am glänzend reagierenden Daniel Adamczyk im CFC-Tor.

Ein Spieler nimmt den Ball in der Luft an

Marx scheitert an Hiemann

Auf der Gegenseite zeigte Lucas Hiemann seine Klasse. Beim Kopfball von Jonas Marx tauchte der FSV-Keeper blitzschnell ab und kratzte den Ball aus dem Eck. Ansonsten erlebten die Torhüter eine ruhige erste Hälfte, weil sich beide Mannschaften ziemlich neutralisierten und defensiv sicher standen.

Drei Tore in vier Minuten

Nach der Pause folgten die vielleicht 244 spektakulärsten Derby-Sekunden. Ausgerechnet der Ur-Chemnitzer Niclas Walther, dessen Vertrag nicht verlängert wurde, traf mit einem fulminanten Schuss (54.). Im Gegenzug murmelte Luca Prasse den Ball ins Tor, Dario Gebuhr fälschte entscheidend ab.

Zwickaus Jubel verstummte postwendend. Tobias Stockinger wurde nicht angegriffen und hämmerte den Ball mit links zur erneuten CFC-Führung ins Tor.

Ein Spieler springt mit ausgestrecktem Bein in einen Ball

Zimmermanns Torriecher

Danach beruhigte sich die Szene – bis zur Einwechslung von „Unruhestifter“ Marc-Philipp Zimmermann. Der einstige Top-Torjäger, der als Polizist arbeitet und seine Karriere am Saisonende beendet, spitzelte eine Eingabe von Lucas Albert wenige Sekunden nach seiner Einwechslung ins Tor und düste direkt zum Jubeln in den Fanblock. Ein Zimmermann-Tor in seinem letzten Derby – viel besser geht es kaum.

Müller sorgt für Chemnitzer Happy End

Dass es am Ende nicht zum Happy End reichte, lag an Felix Müller. Der Chemnitzer Innenverteidiger köpfte kurz vor dem Abpfiff eine Ecke zum entscheidenden 3:2 in die Maschen. Auch Müllers Vertrag wurde nicht verlängert. Allerdings: Letzten Sommer wurde der Innenverteidiger auch verabschiedet und tauchte in der Vorbereitung wieder auf.

Stimmen zum Spiel

Sanny Stephan

Mitteldeutscher Rundfunk