Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates

Parade in Moskau ohne Panzer – Putin siegessicher trotz festgefahrener Lage an der Front

Moskau reagiert auf Selenskijs „Genehmigung“ der russischen Militärparade – Waffenruhe hält bisher

Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland 

Kreml: Putin zu Verhandlungen mit Europäern bereit 

WHO: Mehr als 3000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine seit 2022

Christian HeltenPutin erneuert Gesprächsangebot und bringt Schröder als Vermittler ins Spiel

Kremlchef Wladimir Putin ist bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij, aber nur in der russischen Hauptstadt. „Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen“, sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau.

„Ich glaube, dass die Angelegenheit sich dem Ende zuneigt“, sagte Putin vor Reportern mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Er erklärte zudem, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm gesagt, dass Selenskij zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Man könne sich in einem Drittland treffen, sagte Putin. Voraussetzung sei aber, dass vorher eine belastbare Friedensvereinbarung gebe. Selenskij schließt eine Reise nach Moskau aus.

Putin brachte am Samstag in Moskau zudem den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der Europäischen Union ins Gespräch. Auf die Frage, ob er zu Gesprächen mit den Europäern bereit sei, sagte Putin, Schröder sei die für ihn bevorzugte Person eines Vermittlers: „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen.“ Schröder und Putin gelten als enge Freunde.

Russischer LNG-Tanker lädt offenbar sanktioniertes Gas

Ein Flüssigerdgas-Tanker unter russischer Flagge hat offenbar Gas aus dem von den USA sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 geladen. Die Merkuriy, die erst kürzlich auf Russland umgeflaggt und an eine unbekannte Firma übertragen wurde, legte laut Schiffsdaten neben der sanktionierten schwimmenden Speichereinheit Saam nahe Murmansk an.

Der Vorgang deutet darauf hin, dass Moskau seine Schattenflotte ausbaut, um westliche Sanktionen zu umgehen und mehr LNG nach Asien zu exportieren. Die Nachfrage dort ist hoch, auch weil die Schließung der Straße von Hormus die globalen Lieferungen belastet und die Preise steigen lässt. Drei weitere frühere omanische Tanker unter russischer Flagge sind den Daten zufolge ebenfalls auf dem Weg in die Arktis.

Lesen Sie hier mehr über die Hintergründe zur russischen Schattenflotte:

Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone In der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige AKW Tschernobyl hat ein Waldbrand mehr als 1200 Hektar erfasst. Ausgelöst wurde das Feuer nach ukrainischen Angaben durch zwei russische Drohnen. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz warnt, bei Waldbränden könnten radioaktive Stoffe mit Rauch in die Atmosphäre gelangen und verbreitet werden. Der ukrainische Zivilschutz erklärt, die Lage sei vollständig unter Kontrolle, es bestehe keine radioaktive Gefahr. 

Christian HeltenPolnische Polizei findet Militärdrohne an russischer Grenze

Auf einem Feld nahe der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) haben die polnischen Behörden eine abgestürzte Drohne sichergestellt. Polizei und Militärpolizei hätten am Sonntagmorgen den Hinweis erhalten, nahe der Stadt Bartoszyce sei ein unbekanntes Flugobjekt gefunden worden, teilte die Militärpolizei auf Facebook mit. „Erste Untersuchungen vor Ort deuten darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um eine Militärdrohne handelt, die zu Überwachungszwecken eingesetzt wird, jedoch nicht kampffähig ist“, hieß es in der Mitteilung. Die Militärpolizei habe Ermittlungen unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft eingeleitet.

Nach Informationen des privaten Radiosenders RMF soll die Drohne eine Aufschrift mit kyrillischen Buchstaben getragen haben. Das könnte auf einen russischen oder auch ukrainischen Ursprung hindeuten. Nach von der Polizei zunächst ebenfalls noch nicht bestätigten Angaben soll die abgestürzte Drohne RMF zufolge mit mehreren Kameras ausgestattet sein.

Christian HeltenUkraine und Russland nutzen Feuerpause zur Truppenrotation

Die Waffen schweigen vorerst an den Fronten in der Ukraine, doch die Kriegsparteien bereiten sich auf eine baldige Fortsetzung ihrer Kämpfe vor: Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause, um Verstärkung heranzuführen und die Truppen zu rotieren. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien gebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. 

Die Lage an den Fronten sei vorerst ruhig. „Im Moment ist alles normal“, sagte Trehubow. Zwar gebe es noch einzelne Kämpfe, doch seien diese deutlich weniger intensiv. Es sei „eine Art Ruhetag“ eingetreten. Vermutlich wollten die russischen Militärs während der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau keine Zwischenfälle provozieren.

Merz kritisiert Ficos Moskau-ReiseBundeskanzler Friedrich Merz hat die Reise des slowakischen Regierungschefs Robert Fico zu den Feiern zum Tag des Sieges in Moskau kritisiert. „Robert Fico weiß, dass wir da nicht einer Meinung sind. Ich bedaure das zutiefst und wir werden mit ihm über diesen Tag in Moskau sprechen“, sagte Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in Stockholm.

Fico war als einziger Gast aus der Europäischen Union in die russische Hauptstadt gereist. An der Parade wollte Fico nicht teilnehmen, hatte aber am Freitag einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer niedergelegt. Ficos Besuch in Moskau war im eigenen Land wie in der EU auf Kritik gestoßen.

Russland: Frieden in der Ukraine noch in weiter FerneEin Friedensabkommen mit der ​Ukraine ist nach Angaben der russischen Führung noch in weiter Ferne. ⁠Die Details seien zu komplex, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow im Staatsfernsehen. Auch wenn es verständlich sei, ​dass die ​USA es eilig hätten. 

Russland und ‌die Ukraine hatten sich auf ‌eine von den USA vermittelte dreitägige Feuerpause von Samstag bis Montag geeinigt. US-Präsident Donald Trump ​hatte Hoffnungen ​auf eine Verlängerung der Waffenruhe geäußert. ​Kremlberater Juri Uschakow stellte jedoch klar, dass die Feuerpause auf drei Tage angelegt sei und nicht länger ‌dauern solle.

Parade in Moskau ohne Panzer – Putin siegessicher trotz festgefahrener Lage an der FrontRussland hat an diesem Samstag mit seiner traditionellen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Aus Furcht vor ukrainischen ​Drohnenangriffen war es allerdings die kleinste Parade zum „Tag des Sieges“ seit Jahren, begleitet von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. ⁠Über den Roten Platz rollten diesmal keine Panzer und auch kein anderes schweres Militärgerät. Stattdessen wurden Waffensysteme wie die Interkontinentalrakete Jars, ​das neue ​Atom-U-Boot Archangelsk sowie Kampfflugzeuge und Drohnen auf riesigen ‌Bildschirmen präsentiert.

In einer achtminütigen Rede versprach Kremlchef Wladimir Putin ​den Sieg in ​der Ukraine. Die Heldentaten der sowjetischen Siegergeneration ​aus dem Zweiten Weltkrieg inspirierten die Soldaten, die heute die Aufgaben der militärischen Spezialoperation erfüllten, sagte Putin mit Verweis auf die russische Bezeichnung des Krieges ‌gegen die Ukraine. Trotz der westlichen Unterstützung „marschieren unsere Helden vorwärts“, behauptete er. Allerdings ist die Lage entlang der Front in der Ukraine seit Langem festgefahren. Die russische Armee hat die Initiative über weite Abschnitte in den vergangenen Monaten verloren. Zudem bleiben die Verluste Russlands hoch.

In seiner Ansprache erklärte Putin: „Der Schlüssel zum Erfolg ist unsere moralische, ethische Stärke, unser Mut und unsere Tapferkeit, unser Zusammenhalt, unsere Fähigkeit, alles durchzustehen und jede Prüfung zu bestehen.“ Während der Parade wurden Videoeinspieler von den Kampfeinsätzen der russischen Streitkräfte in der Ukraine gezeigt.

Auf dem Roten Platz gab es eine Schweigeminute, nachdem Putin in seiner Rede ausführlich an den Sieg der Roten Armee im Großen Vaterländischen Krieg erinnert hatte. Er gratulierte im Anschluss an die Parade, die mit einer Kampffliegerstaffel und den Farben der russischen Flagge am Moskauer Himmel endete, einzelnen Veteranen persönlich mit Händeschütteln zum 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Lesen Sie hier den Bericht über die Siegesparade in Moskau von SZ-Korrespondentin Silke Bigalke (SZ Plus): 

Militärparade in Moskau hat begonnenAuf dem Roten Platz in Moskau hat die große Militärparade zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit Tausenden Soldaten begonnen. Kremlchef Wladimir Putin hält eine Rede zum 81. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, wie der sowjetische Teil des Zweiten Weltkriegs offiziell heißt. Geschützt wird der Präsident bei dem öffentlichen Auftritt vor internationalen Gästen durch ein extremes Sicherheitsaufgebot. Auch das mobile Internet ist abgeschaltet.

An der Parade nehmen auch Soldaten der russischen Invasion in der Ukraine teil. Nordkoreanische Soldaten sind ebenfalls vertreten. Sie hatten in der russischen Region Kursk gegen ukrainische Einheiten gekämpft.

Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 in Berlin fiel in Moskau schon in die frühen Morgenstunden des 9. Mai. Deshalb begeht Russland immer an diesem Datum den Tag des Sieges.

NewsdeskMoskau reagiert auf Selenskijs „Genehmigung“ der russischen Militärparade – Waffenruhe hält bisherDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij ist in Russland für sein Dekret mit einer „Genehmigung“ der russischen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau kritisiert worden. „Wir brauchen von niemandem eine Erlaubnis“, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow dem russischen Staatsfernsehen. „Wehe dem, der versucht, sich über den Tag des Sieges lustig zu machen und solche dummen Witze zu reißen“.

Selenskij hatte am Freitag einen Erlass „Über die Ausführung einer Parade in Moskau“ mit den Koordinaten des Roten Platzes veröffentlicht, die von ukrainischen Angriffen ausgenommen werden sollen. Das Dekret ging einher mit der von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruhe, die bis 11. Mai gelten soll. Bis zum Morgen gab es keine offiziellen Berichte über Verstöße gegen diese Vereinbarung.

Juri AuelSelenskij „erlaubt“ Militärparade auf Rotem Platz in Moskau 

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij „erlaubt“ per Dekret die russische Militärparade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland in Moskau. Zudem sichert er zu, dass keine Waffen auf den Roten Platz gerichtet werden. „Ich ordne hiermit an: die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau am 9. Mai 2026 zu gestatten“, heißt es in dem Erlass. Der Rote Platz werde vom geplanten Einsatz ukrainischer Waffen ausgenommen. 

Sarah CroneTrump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab morgen geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Bitte sei direkt von ihm vorgebracht worden. Er sei Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump.

„Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs“. Die Gespräche für eine Beendigung des Kriegs – „des größten seit dem Zweiten Weltkrieg“ – gingen weiter. Jeden Tag käme man näher ans Ziel, sagte Trump. Tatsächlich mangelte es bei den Verhandlungen zuletzt an sichtbaren Fortschritten.

Nach der Ukraine bestätigte auch Russland die Waffenruhe. Selenskij  dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. „Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden“, sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen. Für den Kreml bestätigte der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass die Vereinbarung. 

Für den Tag des Sieges in Russland am Samstag galt bereits seit Freitag eine Waffenruhe, die Moskau einseitig ausgerufen hat. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass Kiew nach Selenskijs Darstellung bislang keinen Anlass hatte, die Waffen schweigen zu lassen. In Moskau soll am Samstag die traditionelle Militärparade vor Putin auf dem Roten Platz stattfinden.

Am Donnerstag hatte sich der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, mit US-Vertretern getroffen. Bei dem Treffen ging es nach Angaben Selenskijs um Vereinbarungen zu Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen wie den Austausch von Kriegsgefangenen.

Nach Gesprächen in den USA erwartet Kiew in den nächsten Wochen Gesandte Trumps. Als Termin für den Besuch nannte Selenskij die Zeitspanne bis zum Beginn des Sommers, derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien.

Tobias BugSelenskij: US-Vertreter in der Ukraine erwartetNach Gesprächen in den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs erwartet Kiew in den nächsten Wochen Vertreter von US-Präsident Donald Trump. Als Termin für den Besuch nannte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij die Zeitspanne bis zum Beginn des Sommers, derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien.

Am Vortag war der Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, zu Gesprächen in den USA. Die Treffen seien inhaltsreich gewesen, sagte Selenskij. Thema waren demnach Vereinbarungen zu Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen wie der Austausch von Kriegsgefangenen.

Kreml: Putin zu Verhandlungen mit Europäern bereit Der russische Präsident Wladimir ​Putin ist nach Angaben des Kremls zu Verhandlungen mit europäischen Staaten über ein Kriegsende bereit. Das sagt Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow mit Blick auf einen Bericht der Financial Times. Die ⁠Zeitung meldete, EU-Vertreter bereiteten sich auf mögliche Gespräche mit Russland vor.

EU-Ratspräsident António Costa sehe „Potenzial“ für Verhandlungen der Staatengemeinschaft mit Putin. ​Die EU ​habe dafür auch die Rückendeckung des ukrainischen Präsidenten ‌Wolodimir Selenskij. Dieser Schwenk geht der Financial Times zufolge auf ‌die Frustration der Europäer über die bisher von US-Präsident Donald Trump geleiteten Verhandlungen zurück. 

„ Putin ist bereit, mit jedem zu verhandeln. Das hat er wiederholt erklärt. “

Russischer Präsidialamtssprecher Dmitrij Peskow

Die Europäische Union hat nach Beginn des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine diplomatische Konsequenzen gezogen: Seitdem gibt es massive politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Viele Dialogformate wurden eingestellt. Kreml-Sprecher Peskow behauptet nun, die russische Seite habe den Abbruch der Beziehungen nicht veranlasst und sei zum Dialog bereit. 

Europäische Politiker hatten wiederholt erklärt, Russland dürfe in der Ukraine nicht gewinnen und auf die Gefahr hingewiesen, dass Moskau ansonsten eines Tages auch ein Nato-Mitglied angreifen könnte. Die Regierung in Moskau weist dies zurück. Putin wiederum wirft den europäischen Staaten Kriegstreiberei vor, ⁠da sie die Ukraine mit Milliardenhilfen, Waffen ‌und Geheimdienstinformationen unterstützen.

WHO: Mehr als 3000 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in der Ukraine seit 2022Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die anhaltenden Angriffe auf Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen in der Ukraine angeprangert. Seit Beginn der russischen Invasion gegen die Ukraine im Februar 2022 seien mehr als 3000 Attacken gegen Gesundheitseinrichtungen erfasst worden, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa am Freitag in Kopenhagen.

Dabei seien 239 Menschen getötet worden. Weitere 983 Menschen hätten Verletzungen erlitten. Etwa 20 Prozent der registrierten Angriffe richteten sich laut WHO gegen Krankenwagen und andere Fahrzeuge des Gesundheitswesens.

Das WHO-Regionalbüro betonte, dass Gesundheitseinrichtungen unter dem besonderen Schutz des humanitären Völkerrechts stehen. Es forderte ein Ende der Attacken. Laut UN-Mitarbeitern sind für die allermeisten Angriffe in der Ukraine die russischen Streitkräfte verantwortlich. UN-Ermittler werfen den russischen Invasoren schwerste Kriegsverbrechen vor.

In der Ukraine brauchen laut WHO etwa 9,2 Millionen Menschen medizinische Hilfe. Darunter seien auch viele Menschen, die in dem Krieg Verletzungen erlitten hätten. Nach Schätzungen belaufe sich der Bedarf für den Wiederaufbau des ukrainischen Gesundheitswesens in den nächsten zehn Jahren auf 23,6 Milliarden US-Dollar (20 Milliarden Euro).