Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat beim 3:1 (2:1) gegen Bayer Leverkusen gezeigt, was in ihm steckt: Trotz frühen Rückstands ließ sich die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß nicht unterkriegen, arbeitete sich ins Spiel und gewann am Ende hochverdient. Ein Spieler hatte einen großen Anteil an dem Sieg: Ermedin Demirovic. Der Stürmer arbeitete unermüdlich gegen den Ball, war im Strafraum brandgefährlich und erzielte den Ausgleich zum 1:1. Außerdem holte der 28-Jährige den Elfmeter vor dem 2:1 heraus und wurde von VfB-Trainer Hoeneß als „Wildsau“ bezeichnet. Der Stürmer zeigte erneut, warum er für den VfB Stuttgart so wichtig sein kann.

Deniz Undav und die VfB-Mitspieler feiern den 3:1-Sieg gegen Leverkusen in der Fankurve.

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VfB Stuttgart: Demirovic trifft und holt Elfmeter raus

Ermedin Demirovic ist ein Strafraumstürmer, wie er im Buche steht. 56 seiner 57 Bundesliga-Tore erzielte der Angreifer innerhalb des Strafraums. Der Bosnier ist einer, der weiß, wo das Tor steht – und ist im Sechzehner nur schwer zu kontrollieren. Außerhalb des Strafraums offenbart der Stürmer aber immer wieder Schwächen, etwa im Kombinationsspiel mit dem Ball. Allerdings: Beim 3:1 gegen Leverkusen zeigte Demirovic seinen Kritikern, warum er für den VfB Stuttgart (in dieser Verfassung) goldwert ist.

Der 28-Jährige ackerte gegen die Werkself unermüdlich, gewann viele Zweikämpfe im Mittelfeld, konnte viele Ballgewinne für sich verzeichnen und war im Strafraum brandgefährlich. Demirovic schoss sechs Mal aufs Tor, jedes Mal wurde es brenzlich. Beim 1:1 in der fünften Spielminute schweißte er den Ball mit 105 km/h ins Tor und holte zudem den Elfmeter vor dem 2:1 durch Mittelstädt heraus. Dazu war der Angreifer der emotionale Leader gegen Leverkusen und übernahm nach der Undav-Auswechslung sogar die Kapitänsbinde.

Maximilian Mittelstädt (links im Bild) traf per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1.

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Leverkusen-Spiel zeigt: Demirovic hat mehr Stärken als Schwächen

Soll heißen: Ja, Demirovic hat Schwächen im Spiel mit dem Ball, vor allem außerhalb des Strafraums. Aber: Wenn der 28-Jährige spielt wie gegen Leverkusen, kommen diese Schwächen kaum zur Geltung. Demirovic gibt dem Stuttgarter Spiel in dieser Form so viele andere Komponente, die den VfB auf ein anderes Niveau heben. Das weiß auch Sebastian Hoeneß: „Medo muss heute genannt werden.“ Der Trainer hebt einzelne Spieler sonst ungern hervor, bei Demirovic kam er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel aber nicht drumrum.

„Er hat ein überragendes Spiel gemacht und war in allen Aspekten top“, führte Hoeneß aus. „Er hat sehr viel Torgefahr ausgestrahlt, hatte einen guten Riecher und hat gearbeitet wie eine Wildsau.“ Auch die Körpersprache und die Fähigkeit, Bälle festzumachen und weiterzuleiten, habe den Angreifer gegen Leverkusen ausgemacht. „Er ist genau für diese Spiele geschaffen. Er ist auch in der Lage, die anderen Spieler mit anzuzünden. Deshalb heute größtes Lob an Medo.“