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Der 1. FC Magdeburg steht dicht vor Rettung. Das 3:1 in Kiel hat die Weichen klar auf Rettung gestellt. Der FCM kann durchaus auch in der kommenden Saison für die 2. Liga planen. Vielleicht schon ab Sonntagnachmittag: Wenn Fürth (in Berlin) und Düsseldorf (gegen Elversberg) sieglos bleiben, ist Magdeburg auch kommende Saison zweitklassig.
Dass es nach dem verkorksten Saisonstart (drei Punkte nach acht Spielen) für den FCM wieder nach oben ging, ist zum größten Teil der Verdienst des Trainer-Duos Petrik Sander/Pascal Ibold. Beide hauchten dem Traditionsklub wieder Leben ein. Für den neuen Sportchef Peer Jaekel ist deshalb klar, dass Sander und Ibold bleiben sollen.
Jaekel erklärte nach dem Sieg in Kiel: „Wir sind im engsten Austausch, den man sich vorstellen kann. Die Entwicklung der letzten Monate und Wochen ist atemberaubend meiner Meinung nach. Das kann sich sehen lassen. Und genau deshalb wollen wir diesen Weg weitergehen.“
Doch Sander ließ seine Zukunft immer wieder offen, wollte sich selbst nicht festlegen. Auch nach dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC gab er Spekulationen neue Nahrung, wonach er seine Zukunft offen ließ.
Darauf angesprochen erklärte Jaekel: „Ich weiß nicht, ob das so offen ist. Meine Überzeugung habe ich rübergebracht, dass wir in dieser Konstellation weitermachen sollten. Ich habe auch keine Skepsis geerntet. Deshalb glaube ich, dass wir das zeitnah hinbekommen.“
Verein will mit Sander weitermachen
Jarkel lässt nicht locker, will mit Sander unbedingt weitermachen. Auch aus Präsidium und Aufsichtsrat kam das klare Signal, dass man mit dem erfolgreichen Trainer-Duo weitermachen möchte.

Magdeburgs Bosse wollen Petrik Sander unbedingt halten.
Foto: Philipp Szyza/dpa
Auch die Kaderplanung schreitet voran. Der Sportchef arbeitet akribisch an Neuverpflichtungen und möglichen Verlängerungen. Jaekel: „Wir haben einiges in der Pipeline. Wir sprechen intern als auch extern mit einigen Kandidaten. Viele wollen warten darauf, wo wir uns nächste Saison aufhalten werden. Da es ja abzusehen ist, wird das eine oder andere Gespräch jetzt leichter werden. Ich hoffe, dass wir zeitnah auch etwas Vollzug melden können.“
Dennoch will sich Jaekel sportlich noch nicht in Sicherheit wiegen. Er wartet noch auf eine endgültige Entscheidung im Abstiegskampf: „Wir dürfen uns nicht ausruhen. Es passieren am letzten Spieltag die verrücktesten Dinge. Stand jetzt müssen wir wieder scharf stellen und bereit sein für Kaiserslautern. Unabhängig, was jetzt passiert, wollen wir Fahrt aufnehmen für eine positive Sommerpause und die neue Saison.“
Doch womöglich können die Magdeburger schon nach diesem Spieltag auf den Klassenerhalt anstoßen und die neue Zweitliga-Saison endlich planen.