Nach Eröffnung in Mainz
Mit DJ: „Vegane Fleischerei“ auch in Frankfurt eröffnet
Aktualisiert am 10.05.2026 – 12:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Filialeröffnung der „Veganen Fleischerei“: Die Ladentheke sieht aus wie beim herkömmlichen Metzger. (Quelle: Andreas Arnold/dpa/dpa-bilder)
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DJ, Häppchen und ganz viel Andrang: Eine Kette mit veganen Produkten hat auch in Frankfurt eine Filiale eröffnet. Was dort angeboten wird.
Nach Mainz kommt jetzt Frankfurt: Am Samstag eröffnete die „Vegane Fleischerei“ ihre erste Filiale in Frankfurt. Die Kette hatte bereits am Dienstag (5. Mai) einen Standort in Mainz feierlich eröffnet. Das Besondere: Angeboten werden Wurst- und Fleischprodukte, doch die sind allesamt vegan.
Das Konzept stammt ursprünglich aus Dresden und setzt trotz der rein pflanzlichen Produkte auf das Ambiente einer typischen Metzgerei: Kachelwände, eine Theke mit Auslage, Essen auf die Hand oder Produkte zum Weiterverarbeiten für die eigene Küche.
Großer Andrang vor Eröffnung in Frankfurt
Die neueste Filiale befindet sich im Stadtteil Bockenheim. Wie das Video einer Besucherin auf Instagram zeigt, wurde die Eröffnung von einem DJ begleitet. Die „Hessenschau“ berichtete von einem großen Andrang zur Eröffnung. Mit jeder weiteren Filiale wurde es „ein immer größerer Hype“, erzählte Betreiber Felix Koch der „Hessenschau“. Das Team wolle beim Ansturm bodenständig bleiben, allerdings sei man „auch für etwas Großes gewappnet“.
Bislang, so Koch, sei ihnen viel positives Feedback begegnet. Viele Besucher kämen aus Neugier, um die Produkte der „Veganen Fleischerei“ auszuprobieren. Julia Rubin, Betreiberin des Mainzer Standortes, will damit Menschen abholen, die das Geschmackserlebnis von Fleisch ohne die tierischen Bestandteile wollen. „Die Idee ist, dass man den Geschmack aus der Kindheit haben kann, aber ohne Fleisch“, so Rubin.
Auch warme Gerichte zum Mitnehmen
Der Frankfurter Neuzugang bietet diverse Wurst- und Salamiprodukte ganz ohne tierische Stoffe an: So kann man dort etwa vegane Knoblauch-Salami, pflanzliche Schnitzelbrötchen oder auch diverse Aufstriche, wie veganen Eiersalat, kaufen. Zum Probieren gab es auch einige Häppchen, die von Mitarbeitern an die Besucher verteilt wurden.
In Mainz werden an einer heißen Theke „Schnitzel-Brötchen“ und „Fleischkäs-Brötchen“ angeboten. Auch eine Scheibe Aufschnitt für kleine Besucher gebe es, sagte Sebastian Koch, der die Frankfurter Filiale gemeinsam mit seinem Bruder betreibt.
Die Kette ist nicht auf das Rhein-Main-Gebiet beschränkt. Sie ist in mehreren deutschen Städten vertreten, darunter Hamburg, Köln, München und Berlin.
Antje Risius, Professorin für nachhaltige Ernährung und Versorgung an der Hochschule Fulda, ordnet das Konzept ein: Ersatzprodukte ermöglichten es, Tierwohl und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen und gleichzeitig gewohnte kulturelle Praktiken beizubehalten. „Diese kulturelle Praktik kann im Prinzip eins zu eins übersetzt werden“, sagte Risius.
Markt für vegane Produkte ist umkämpft
Das Marktumfeld für vegane Läden ist nicht überall einfach. In Frankfurt haben viele vegane Cafés und Lokale nach einiger Zeit wieder geschlossen, darunter eine Filiale einer veganen Supermarktkette. Andere wiederum konnten sich auf dem Markt behaupten.

