Leipzig muss auch verkaufen 

Was RB Leipzig mit den Champions-League-Millionen plant: Diomande im Fokus

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Jürgen Klopp jubelte auf der Tribüne, Oliver Mintzlaff gratulierte in der Kabine, Ole Werner gab den Partybefehl: Die Erleichterung über die Rückkehr in die Champions League war bei RB Leipzig auf allen Ebenen zu spüren. Das 2:1 gegen den FC St. Pauli und damit die Absicherung des dritten Platzes in der Bundesliga bildet das Fundament für die nächste Saison. Und da hat Leipzig große Pläne.

Für die Qualifikation zur Königsklasse erhält Leipzig rund 18,5 Millionen Euro. Dass dies aber nur ein Drittel der einplanbaren Einnahmen ist, verdeutlicht die bisher letzte Champions-League-Saison 2024/25. Dort gewann Leipzig nur ein Spiel, nahm aber aufgrund des Verteilungsschlüssels der UEFA, der die Leistungen aus früheren Jahren belohnt, fast 59 Mio. Euro ein. In seinen bisher acht Europapokal-Spielzeiten bekam RB laut UEFA fast 410 Mio. Euro an Prämien.

Neue RB-Verträge für Diomande und Werner – Poker um Gruda

Zunächst soll das Geld in zwei Säulen des Teams investiert werden. Der umworbene Yan Diomande (19) soll einen neuen Vertrag bekommen – definitiv mit Gehaltserhöhung, womöglich mit Ausstiegsklausel. „Er ist der Spieler, der den Unterschied ausmacht. Er ist explodiert, ist absoluter Schlüsselspieler“, sagte Sportchef Marcel Schäfer. „Wir werden natürlich über seinen Vertrag sprechen. Leistung wird honoriert.“

Mit Trainer Ole Werner, der seiner Mannschaft noch im Kreis nach dem Spiel mitteilte, sie solle es gefälligst krachen lassen, soll ebenfalls über 2027 hinaus verlängert werden. „Er ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Wir haben immer ein Interesse daran, eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortzuführen“, erklärte Schäfer. Die Teilnahme an der Champions League gebe nun Planungssicherheit.

Bei den Verabschiedungen vor dem Anpfiff fehlte Brajan Gruda (21). Der von Brighton ausgeliehene Dribbler muss zunächst zurück nach England, sein Sehnsuchtsort heißt aber Leipzig. „Ein Abschied vor so einem wichtigen Spiel, ist nicht das, was Brajan wollte“, sagte Schäfer. Leipzig und dem Vernehmen nach auch Brighton schwebt eine weitere Leihe mit Kaufpflicht vor. Die Ablöse wird laut Schäfer der Knackpunkt: „Wenn ich den Betrag aus England höre, könnte das auch in drei Sekunden beendet sein.“ Mehr als 30 Mio. Euro sollten es aus RB-Sicht nicht werden.

Die Verkaufskandidaten bei RB Leipzig

Verkaufen muss Schäfer trotzdem. „Wer unseren Klub kennt, weiß, dass Zahlen eine äußerst wichtige Rolle spielen“, sagte der 41-Jährige. Die Dimension der vergangenen drei Jahre, als eine halbe Mannschaft an Leistungsträgern verkauft wurde, wird es in diesem Sommer aber nicht geben. Recht sicher scheint der Abgang von Castello Lukeba (23), der Innenverteidiger wird etwa mit Manchester United in Verbindung gebracht. Zudem könnte es David Raum (28) wegziehen, der Kapitän besitzt angeblich eine Ausstiegsklausel von rund 40 Mio. Euro. Bei Antonio Nusa (21) muss man schauen, ob sich für ihn durch die WM ein Markt ergibt.

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