Vor drei Wochen ist ein Radfahrer (52) bei einem Unfall in Billbrook ums Leben gekommen. Der Mann war von einem Lkw erfasst worden. Nun sind am Sonntag Arbeiter zur Kreuzung Moorfleeter Straße/Liebigstraße angerückt – um den Radweg rot einzufärben.

Zunächst wurden weiße Linien gezogen und die Bereiche markiert. Danach kam großflächig rote Farbe zum Einsatz, um deutlich zu machen: Achtung, hier kreuzen Radfahrer die Straße.

Immer wieder schreckliche Unfälle mit Radfahrern in Hamburg

Die Arbeiten fanden im Auftrag des Bezirks statt, der vermutlich auf den besagten Unfall reagierte. Eine ähnliche Maßnahme hatte es bereits Ende März im benachbarten Moorfleet gegeben, nachdem Anfang März dort ein Radfahrer totgefahren worden war. Es war der erste Radfahrer, der in diesem Jahr in Hamburg ums Leben kam. Auch in Farmsen-Berne wurden Radwege rot angepinselt, nachdem es zu einem tödlichem Unfall gekommen war – allerdings erst sechs Monate später.

Der neue Radweg an der Kreuzung. City News TV

Der neue Radweg an der Kreuzung.Der neue Radweg an der Kreuzung.

Die Umstände des Unfalls in Billbrook sind weiterhin unklar. Das beteiligte Lkw-Unternehmen soll nach eigenen Angaben großen Wert auf Sicherheit legen, die Fahrzeuge sind mit modernen Assistenzsystemen ausgestattet. Gemeinsam mit der Polizei hatte es zudem eine Sicherheitsaktion organisiert, bei der Radfahrer ins Führerhaus steigen konnten, um die eingeschränkte Sicht der Fahrer zu erleben. Die Ermittlungen dauern an

Der Unfallort in Billbrook hfr

Unfall Radfahrer LkwDer Unfallort in Billbrook

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In Buchholz in der Nordheide haben am Samstagnachmittag rund 75 Kinder und Erwachsene für bessere Radwege demonstriert. Es war bereits die zehnte Auflage des sogenannten „Kidical Mass“. Stefan Töpfer vom Organisatoren-Team: „Sichere Radwege und ausreichen Platz für junge Verkehrsteilnehmende sind eine Investition in die Mobilität von morgen.“ (dg)