Sie sind klein und flauschig. Ihre dunklen Knopfaugen bringen so ziemlich jedes Herz zum Schmelzen. Und vor allem sind sie ein wahrer Trostspender für Kinder in traurigen oder auch sehr aufregenden Situationen, zum Beispiel bei einem Rettungseinsatz. Doch der Vorrat an den niedlichen Bärchen bei der Feuerwehr neigte sich zuletzt langsam dem Ende zu.
Gut, dass nun Lhoist für Nachschub sorgte. Traditionell gilt die Firma als „Feuerwehrfreundliche Arbeitgeberin“. Das Unternehmen hat ein besonderes Herz für Kinder in Extremsituationen; es spendete jetzt nämlich erneut 100 Teddybären, um den kleinsten Patienten ein bisschen Trost in einer Notfallsituation zu schenken.
Zwischen Sirenen, Blaulicht, ungewohnten Stimmen und mitunter lauten Rufen entstehen rasch Situationen, die für Kinder extrem ängstigend sind. Die Einsätze des Rettungsdienstes sind jedoch darauf angewiesen, dass ein Kind nicht in einen Schockzustand verfällt. Gerade in solchen Momenten kann ein kleines Stofftier viel bewirken: Ein Teddy spendet Trost, vermittelt Sicherheit und schafft oft einen ersten vertrauensvollen Kontakt zu den Einsatzkräften.
Die Stofftiere sind vor allem für kleine Kinder nicht nur Spielzeug, sondern wichtige Trostspender. Ein Teddybär kann Kindern in Notlagen helfen, diese ohne Traumatisierung zu überstehen. Deshalb haben Rettungsfahrzeuge, Streifenwagen der Polizei, Feuerwehrfahrzeuge, Jugendämter, Kinderhospize und die Ambulanzen von Krankenhäusern oftmals Teddys zur Hand, die an Kinder verteilt werden können – wenn es darauf ankommt.
Umso mehr freut sich die Stadt Wülfrath über die Spende von 100 Teddys durch die Lhoist Germany Rheinkalk GmbH, hieß es bereits in der Einladung zum Termin. Bürgermeister Sebastian Schorn, Karsten Niemann von der Wirtschaftsförderung, der Abteilungsleiter Rettungsdienst Christoph Daumann und Manuel Götte, Leitender Praxisanleiter Rettungsdienst kamen zusammen, um sich beim Unternehmen für diese Spende zu bedanken. Für Gabor Lang, Leiter des Lhoist-Werkes in Flandersbach, war es erneut eine gern gemachte Geste. Alle zusammen hoffen die Erwachsenen, dass die jetzt gespendeten Teddys möglichst selten verwendet werden müssen. Aber wenn es darauf ankommt, sind sie auf den Rettungswagen mit dabei.
Kindernotfälle im Rettungsdienst kommen glücklicherweise nur sehr selten vor. Je jünger das Kind ist, desto schwieriger wird es aber, dem Kind zu verdeutlichen, dass der Rettungsdienst da ist, um zu helfen. Da setzt die Hilfe des Stofftiers ein. Der Teddy wirkt unterstützend, indem er beispielsweise mit in die Untersuchung einbezogen wird. „Wir versuchen so, dem Kind auf spielerische Art und Weise zu erklären, was wir als Nächstes tun. Wenn Kinder dann sehen, dass der Teddy eine Maßnahme zulässt, kann dies bei dem Kind Vertrauen aufbauen und beruhigend wirken“, erklärt ein Praktiker der Wülfrather Retter.
Die Idee zur Aushändigung von Stofftieren im Rettungsdienst kommt von der Deutschen Teddy-Stiftung in Esens-Bensersiel. Die Stiftung wurde im Jahr 1998 gegründet und hat sich das Ziel gesetzt, jedem Kind in Not einen Teddy schenken zu können. Bis heute weist die Stiftung mehr als 100.000 verschenkte Bären auf. In 360 Städten und Gemeinden werden die kleinen Stofftiere durch die Polizei, den Rettungsdienst und die Feuerwehr bereits verteilt.