Der Zoo Duisburg freut sich über tierischen Zuwachs: In die Südamerika-Anlage ist ein Capybara-Weibchen eingezogen. Das teilte der Zoo jetzt mit.
Verwandt mit Meerschweinchen
Capybaras sind die größten Nagetiere der Welt und mit den Meerschweinchen verwandt – was man ihnen durchaus ansieht. Das auch Wasserschwein genannte Tier ist in Südamerika beheimatet und kann bis zu 90 Kilo auf die Waage bringen. Capybaras leben in geselligen Gruppen und gelten als sehr entspannt.
Das neue Capybara-Weibchen im Duisburger Zoo soll künftig die bestehende Gemeinschaftsanlage mit Tapiren und Großen Ameisenbären erweitern.
Das Capybara kam in der vergangenen Woche aus der direkten Nachbarschaft aus dem Zoo Krefeld. Aktuell laufe noch die behutsame Eingewöhnung, teilte der Zoo jetzt mit. Noch lebe das Weibchen in einem Vorgehege und werde nun nach und nach mit den beiden Tapiren und Großen Ameisenbären vergesellschaftet.
Die Anlage biete mit Wasserflächen, Rückzugsorten und naturnaher Gestaltung „ideale Bedingungen“ für das Nagetier, heißt es weiter. „Capybaras sind sehr soziale und anpassungsfähige Tiere. Uns war wichtig, ihm ausreichend Raum und Struktur zu bieten, damit es sich sicher fühlt und sein natürliches Verhalten zeigen kann“, erklärt Revierleiter Florian Thaller.
Die Vergesellschaftung sei Teil des Haltungskonzeptes im Zoo Duisburg. Ziel sei es dabei, unterschiedliche Tierarten gemeinsam in einer naturnah gestalteten Umgebung zu halten und dabei ihr Sozialverhalten sowie ihre ökologischen Zusammenhänge erlebbar zu machen. „Gemeinschaftsanlagen sind für unsere Gäste besonders spannend, weil sie Einblicke in komplexe Lebensräume ermöglichen. Gleichzeitig fördern sie das Wohlbefinden der Tiere“, sagt Zoodirektorin Astrid Stewin.
Mit dem neuen Capybara rücke auch die faszinierende Tierwelt Südamerikas stärker in den Fokus. Der Kontinent zählt zu den artenreichsten Regionen der Erde, steht jedoch durch Lebensraumverlust, Klimawandel und menschliche Eingriffe unter zunehmendem Druck. Zoologische Gärten leisteten einen wichtigen Beitrag, um Aufmerksamkeit für diese bedrohten Lebensräume zu schaffen und Wissen über ihre Bedeutung zu vermitteln, so der Zoo.