Der Kopf juckt, es wird gekratzt und die kleinen Stellen können sich entzünden. In Bottrop krabbelten im vergangenen Jahr wieder mehr Läuse auf den Kinderköpfen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Nordwest hervor.

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Danach sind die Verschreibungen von Arzneimitteln gegen Läusebefall im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. So wurden allein bei den AOK-Versicherten im vergangenen Jahr insgesamt 140 Packungen Anti-Läusemittel von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Bottrop verordnet. Im Jahr 2024 waren es 99.

Die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) ist ein zwei bis drei Millimeter großes Insekt, das im Kopfhaar des Menschen lebt und sich von Blut ernährt. Beim Stich in die Kopfhaut bringt der Parasit Speichel in die Wunde ein, der starken Juckreiz verursacht. Die Biss- und Einstichstellen werden durch das häufige Kratzen wund und können sich entzünden.

Kopfläuse verbreiten sich rasant durch engen Kontakt bei Kindern

Kopfläuse kommen selten allein und vermehren sich rasend schnell. Sie leben vor allem in Kinderhaaren. Zur Übertragung müssen sie von einem Kopf auf den anderen krabbeln. Dazu ist ein Kopf-an-Kopf-Kontakt, genauer ein Haar-an-Haar-Kontakt, notwendig. Besonders betroffen sind daher Schulklassen und Kindergartengruppen.

Um eine Ausbreitung zu vermeiden, sind Anti-Läusemittel das Mittel der Wahl. Das Robert Koch-Institut empfiehlt als optimale Therapie eine Kombination wiederholter Behandlungen mit geeigneten, Kopfläuse abtötenden Mitteln und häufigem Auskämmen.

Von dem Versuch, Läuse und Eier mit heißer Luft (Fön oder Sauna) abzutöten, wird explizit abgeraten. Dies kann die Kopfhaut erheblich schädigen. Auch Hausmittel wie Essigwasser sind zur Abtötung der Läuse ungeeignet.

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Wäsche, Schlafanzüge, Bettwäsche und Handtücher sollten gewechselt werden. Kopfbedeckungen, Schals und andere potenziell befallene Gegenstände sollten für drei Tage luftdicht in einer Plastiktüte verpackt werden. Insektizidsprays sind nicht notwendig.

Bei einem Läusebefall ist es wichtig, die Schule oder Kita sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist.