Luka Vuskovic jubelt über seinen Treffer für den HSV

Stand: 10.05.2026 • 17:47 Uhr

Nach dem umjubelten Einzug ins Europa-League-Finale war der SC Freiburg beim Hamburger SV nicht ganz so spritzig wie gewohnt und verlor am 33. Spieltag mit 2:3 (1:1).

Bakery Jatta (14. Minute), Luka Vuskovic (64.) und Fabio Baldé (67.) trafen am Sonntagnachmittag für die Hamburger, Igor Matanovic gelangen die beiden Freiburger Tore (16. und 87.). Trotz der Niederlage bleiben die Breisgauer Siebter, verpassten es aber, die Qualifikation für das internationale Geschäft vorzeitig zu sichern. So können Frankfurt und Augsburg den SC noch von Rang sieben verdrängen. Hamburg springt auf Rang 11.

Matanovic kontert Jattas erstes Bundesliga-Tor

Beim HSV feierte Tottenham-Leihgabe Vuskovic nach Verletzungspause und zwei Kurzeinsätzen sein Startelf-Comeback in der Innenverteidigung. Wie und wo es für das Toptalent nach der Sommerpause weitergehen wird, ist noch unklar, dass er nochmal im Volkspark im HSV-Trikot auflaufen wird, scheint vorerst allerdings ausgeschlossen. Seinen Wert für die Hanseaten in dieser Saison unterstrich er an diesem Sonntagnachmittag aber nochmal deutlich. In der 14. Minute durfte der Kroate sich zum Abschied zunächst direkt noch einmal die Torhymne „Always Hardcore“ anhören, denn eine Flanke von links von Otto Stange konnte Bruno Ogbus nicht richtig klären, Albert Grönbaek bekam den Abpraller und legte auf den langen Pfosten quer, wo Jatta sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt erzielte (14.).

Keine 90 Sekunden später war der Hamburger Jubel aber schon wieder komplett abgeklungen: Lukas Kübler flankte maßgenau von rechts und Matanovic vollendete per Volley durch die Beine von Daniel Heuer Fernandes zum Ausgleich (16.). Die ersten beiden Chancen der Partie hatten direkt auch jeweils zu Toren geführt. Die Anfangsphase der Partie konnte sich definitiv sehen lassen, Fabio Vieira traf kurz nach dem 1:1 mit einem wunderbaren Flachschuss nur den Pfosten (19.).

Mehrere medizinische Notfälle auf den Rängen

Bis zur Pause wurde die Chancen-Frequenz dann wieder geringer, es blieb aber ein intensives und temporeiches Bundesligaspiel, in dem es von den Rängen wegen mehrerer medizinischer Notfälle unter den Fans über längere Strecken ruhig war. Das Remis zur Pause ging in Ordnung, auch wenn die Gastgeber die etwas gefährlichere Mannschaft gewesen waren.

Gefährlich starteten die Hamburger auch in den zweiten Durchgang: Keine Minute war gespielt, da musste Matthias Ginter gegen den enteilenden Stange blocken und verhinderte mit seinem langen Bein wohl das 2:1. Es folgte leider der nächste medizinische Notfall auf der Tribüne – erneut stellten die Fangruppen den Support aus Solidarität größtenteils ein. Zumindest zaghaften Applaus gab es aber in der 50. Minute, als Heuer Fernandes mit einer starken Parade einen Flachschuss von Kübler um den Pfosten lenkte. Wie schon im ersten Durchgang kam eine Torgelegenheit selten allein: Ransford Königsdörffer schoss nämlich kurz darauf nur ganz knapp am rechten Pfosten des von Noah Atubolu gehüteten Gäste-Tors vorbei.

Vuskovic und Baldé schlagen im Doppelpack zu

Ebenfalls genau wie in Hälfte eins folgte auf die vielen Chancen in kurzer Zeit nun eine längere Phase, in der es in den Strafräumen ruhiger blieb. Richtig laut wurde es erst wieder in Minute 64, als Vuskovic einen Freistoß flach an der Mauer vorbei jagte – wahrscheinlich wäre der Ball relativ leichte Beute für Atubolu gewesen, doch Maximilian Eggestein fälschte die Kugel so ab, dass sie zum 2:1 über die Linie ging – es war das sechste Saisontor des 19-Jährigen. Und der HSV legte nach: Der gerade erst für Jatta eingewechselte Baldé wurde mustergültig von Nicolai Remberg bedient, enteilte auf der rechten Seite allen teilweise auch abenteuerlich positionierten Gegenspielern und vollstreckte nervenstark zum 3:1 (67.).

SC-Coach Julian Schuster wechselte nun drei Mal aus, Derry Scherhant, Anthony Jung und Philipp Lienhart kamen für den angeschlagenen Ginter, Kübler und Ogbus. Ein bisschen merkte man den Gästen an, dass sie am Donnerstag noch in einer kräftezehrenden Partie das Europa-League-Finale erreicht – und womöglich ja auch etwas gefeiert hatten. Eine kleine Schlussoffensive hatten sie zwar noch im Tank, aber sie kam zu spät: Nach einer Ecke von Vincenzo Grifo fiel nur noch das 2:3 durch einen Matanovic-Kopfball (87.). Auf der Gegenseite verpassten Rayan Philippe – gegen Atubolu – und Arsenal-Leihgabe Fabio Vieira – gegen den Torpfosten – noch das 4:2, ehe Vuskovic und Vieira unter großem Jubel kurz vor dem Schlusspfiff ausgewechselt wurden.

HSV in Leverkusen, Freiburg gegen Leipzig

Der HSV ist am kommenden Samstag bei Bayer Leverkusen zu Gast. Freiburg empfängt am letzten Spieltag RB Leipzig.