Während Nintendo-Fans in Europa und Nordamerika noch bis September Zeit haben, brennt in Japan bereits die Hütte: Kurz bevor die angekündigte Preiserhöhung greift, stürmen Kunden die Geschäfte, um sich die Switch 2 zum alten Preis zu sichern – während die Händler mit drastischen Maßnahmen gegensteuern.

Während sich PlayStation- und Xbox-Fans fast schon an Preiserhöhungen gewöhnt haben, traf es jetzt auch die Nintendo-Spieler: In dieser Woche gab das japanische Unternehmen offiziell bekannt, dass sowohl die Switch 2 als auch die originale Switch künftig teurer werden.

Doch während Spieler in Nordamerika und Europa – und somit auch wir in Deutschland – noch eine Schonfrist bis zum 1. September haben, bevor der Preis für die Switch 2 hierzulande dann auf 499,99 Euro steigt, tritt die Preiserhöhung in Japan bereits ab dem 25. Mai in Kraft. Und die Folgen machen sich im Heimatland der Konsole bereits jetzt deutlich bemerkbar.

300 Leute in der Schlange: Der Ansturm auf den „alten“ Preis

Wie TwistedVoxel berichtet, zeigen jetzt etwa geteilte Aufnahmen des bekannten Branchen-Beobachters Genki_JPN, wie sich in Japan vor großen Ketten wie Yodobashi Camera oder Bic Camera riesige Menschenmengen bilden.

In der Filiale Yodobashi Camera Umeda wurden allein in einer Schlange über 300 Personen gezählt, die alle nur ein Ziel hatten: die Konsole vor dem Preissprung von 49.980 Yen auf 59.980 Yen – was einem satten Anstieg von etwa 20 Prozent entspricht – zu ergattern.

Dazu kommt, dass viele Bestände bereits restlos ausverkauft sind, während es auch online düster aussieht: Bei fast allen großen japanischen Versandhändlern ist die Switch 2 derzeit bereits vergriffen. Besonders ärgerlich: Reseller verkaufen die Konsole schon jetzt für den neuen, erhöhten Preis.

Obendrein beschränkt sich der Ansturm nicht nur auf das neue Modell, sodass auch die restlichen Bestände der Switch OLED und Lite vielerorts knapp werden, die ebenfalls von der Preiserhöhung betroffen sind.

Nur mit Kreditkarte: Händler greifen zu PS5-Methoden

Um den Ansturm und vor allem die Scalper einzudämmen, haben erste Einzelhändler bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. So berichtet der bekannte Branchenanalyst Dr. Serkan Toto (via TheGamer) aus Tokio, dass die Kette Bic Camera den Verkauf der Konsole ab sofort deutlich einschränkt.

Wer eine Switch 2 zum aktuellen Preis kaufen möchte, muss dort zwingend die hauseigene Kreditkarte des Marktes vorlegen. Eine Taktik, die bereits an die düsteren Zeiten der PS5-Knappheit während der Pandemie erinnert: Damals nutzte die Konkurrenzkette Yodobashi dasselbe System, um sicherzustellen, dass echte Kunden und keine Bots oder Wiederverkäufer die Bestände leeren.

Wie Toto außerdem berichtet, gelten diese Restriktionen in Japan nicht nur für die Switch 2, sondern auch für die drei Modelle der ersten Generation.

Für uns in Europa bleibt die Lage, wie bereits erwähnt, vorerst noch entspannt – doch die Uhr tickt. Wer also ohnehin mit dem Gedanken spielt, sich eine Switch 2 zuzulegen, sollte lieber die Sommermonate nutzen, um sich die Konsole noch zum aktuellen Preis zu sichern, bevor die Preiserhöhung hierzulande am 1. September 2026 in Kraft tritt.

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