Spielszene HSV- Freiburg

AUDIO: Der Hamburger SV schlägt den SC Freiburg zuhause mit 3-2 (1 Min)

Bundesliga

Stand: 10.05.2026 17:39 Uhr

Der HSV hat das letzte Heimspiel in dieser Bundesliga-Saison gewonnen. Die Hamburger besiegten am Sonntagnachmittag den SC Freiburg mit 3:2 (1:1).

von Martin Schneider

In einer Partie, die für die Norddeutschen nach dem gesichterten Klassenerhalt in der Vorwoche in Frankfurt nur noch überschaubaren sportlichen Wert hatte, standen die Emotionen im Vordergrund.

Da war das „Gemeinsam unaufhaltsam“-Banner, mit denen die Spieler bereits beim Warmlaufen den Schulterschluss mit der Nordtribüne suchten und sich von den Fans feiern ließen. Da war der wohl letzte Einsatz von Tottenham-Leihgabe Luka Vuskovic im Hamburger Volkspark, dessen Bruder Mario auf der Tribüne weilte. Das Bruderpaar wurde von den Anhängern der Hamburger ebenfalls beklatscht. Und da war ein Einstieg in die Partie gegen den European-League-Finalisten, der filmreifer nicht hätte sein können.

Jatta mit Premierentreffer

Denn wer sonst als HSV-Urgestein Bakery Jatta hätte für kollektive Extase im weiten Rund sorgen sollen? Der Fanliebling, der mittlerweile seit knapp zehn Jahren die Raute auf der Brust trägt, erzielte nach Vorlage von Albert Grönbaek in der 14. Minute das 1:0 für die Hamburger. Für Jatta war dies eine Premiere: Es war der erste Bundesliga-Treffer des Gambiers.

HSV-Sportdirektor Claus Costa (l.) mit den HSV-Trainern Merlin Polzin (r.) und Loic Favé

Die Hamburger bleiben Bundesligist

Die Hamburger bleiben Bundesligist. Das jüngste Schwächeln aber zeigt, dass es Handlungsbedarf gibt. Ein Kommentar zur Saison des Aufsteigers.

Zu jedem guten Plot gehören aber auch Wendungen – und wer wäre prädestinierter dafür als ein Sohn der Stadt, der seine fußballerischen Wurzeln zudem beim ungeliebten Lokalrivalen hat? Auftritt Igor Matanovic. Der Ex-St.-Paulianer gönnte den HSV-Fans keine lange Jubelzeit, sondern sorgte bereits 60 Sekunden nach der Jatta-Führung für den 1:1-Ausgleich (16.).

Was wird aus Vieira und Co.?

Ein weiterer Hauptdarsteller dieser HSV-Saison scheiterte in der 19. Minute mit seinem Schuss am Pfosten – Fabio Vieira. Die Leihgabe des FC Arsenal aus London war neben Vuskovic ein aboluter Volltreffer und einer der Gründe für den vorzeitigen Klassenerhalt des Aufsteigers. Die Hamburger würden den Portugiesen gerne behalten, sein Stammverein ihn wohl höchstbietend verkaufen. 20 Millionen soll die Klausel für den 25-Jährigen betragen, viel Geld für die Norddeutschen, die den Preis im Sommer drücken wollen. Fortsetzung folgt…

Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv

Ergebnisse, Tabellenstände und die Spieltage im Überblick.

Gegen Ende der ersten Halbzeit verflog die losgelöste Stimmung im Stadion jedoch und wich dem Schweigen, der Grund waren drei medizinische Noteinsätze auf der Nordtribüne. Nach wenigen Minuten konnten die Sanitäter ihren Einsatz beenden und erhielten Applaus vom Stadion.

Vuskovic-Treffer als Abschiedsgeschenk

Und nach dem Seitenwechsel könnte man beinahe schon von Kitsch schreiben, wenn man den weiteren Spielverlauf betrachtet. Denn es war Vuskovic, der in der 64. Minute mit einem leicht abgefälschten Freistoß aus 20 Metern das 2:1 für den HSV erzielte. Der Kroate zog sich anschließend sein Trikot mit der Rückennummer 44 aus und zeigte es stolz Richtung Nordtribüne, was ihm eine Gelbe Karte einbrachte. Drei Minuten später erhöhte Fabio Baldé auf 3:1 für die Gastgeber.

Spielszene HSV- Freiburg

Der Hamburger SV gewinnt sein letztes Heimspiel der Saison gegen Freiburg mit 3:2. Dabei hat auch Fabio Baldé getroffen.

„Ich bin überglücklich“, freute sich Baldé nach der Partie. „Man hat gesehen, dass wir heute sehr befreit gespielt haben.“

Von den Breisgauern, die damit einen Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze in erlitten, kam lange nichts mehr. Dann wollte sich Matanovic wieder zum Party-Crasher aufspielen und traf zum Anschluss (87.). Mehr kam von den Freiburgern allerdings nicht.

In den letzten Minute wurden Vuskovic und Vieira ausgewechselt und holten sich ihren Standing Ovations und ihren verdienten Applaus ab. Der Portugiese verpasste kurzv zuvor mit seinem zweiten Pfosten-Treffer einen ähnlich guten Ausstand wie Vuskovic. Der Rest war bis zum Abpfiff eine große Feier in schwarz, weiß und blau.

HSV setzt Zeichen Pro Olympia

Im Stadion warben zudem die Spieler der Rothosen im Namen des Vereins als auch Prominente wie Horst Hrubesch, Para Kanu Athletin Edina Müller und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher für eine Olympia-Bewerbung der Hansestadt. Sie trugen vor der Partie Trainingsjacken und T-Shirts mit der Aufschrift „Hamburg kann große Spiele“. Bis zum 31. Mai haben die Bürger der Stadt in einem Referendum noch Zeit, über eine mögliche Olympia-Bewerbung der Stadt Hamburg für 2036, 2040 oder 2044 abzustimmen.

Am letzten Spieltag geht es für die Norddeutschen am Sonnabend (15:30 Uhr, im NDR Livecenter) im Auswärtsspiel zu Bayer Leverkusen. Danach werden die folgenden Wochen zeigen, wer von den Spielern auch in der kommenden Spielzeit noch einmal im Volksparkstadion aufläuft.

33. Spieltag, 10.05.2026 15:30 Uhr

Heuer Fernandes – Capaldo, L. Vuskovic (90.+6 Nandja), Omari – Jatta (65. Baldé), Remberg, Sambi Lokonga (80. Poulsen), Grönbaek – Fábio Vieira (90.+6 Lemke), Königsdörffer – Stange (65. Philippe)

3

Atubolu – Treu, Ginter (71. A. Jung), Ogbus (68. Lienhart), Kübler (68. Scherhant) – M. Eggestein, Manzambi (58. Höfler) – Beste (59. Makengo), Höler, Grifo – Matanovic

2

Tore

  • 1:0 Jatta (14.)
  • 1:1 Matanovic (16.)
  • 2:1 L. Vuskovic (64.)
  • 3:1 Baldé (67.)
  • 3:2 Matanovic (87.)

Weitere Daten zum Spiel