Geschichtsbücher auf: Am 10. Mai 2026 haben die VfB Frauen einmal mehr Club-Historie geschrieben. Durch den 4:1-Erfolg im PSV-Stadion in Bad Cannstatt und dem Ergebnis im Parallelspiel (SG Andernach – SC Sand 1:1) sicherte sich das Team von Cheftrainer Nico Schneck am 25. Spieltag den Aufstieg in die höchste Spielklasse des deutschen Frauenfußballs. Dem VfB gelingt damit deutschlandweit ein erstmaliger, historischer Erfolg (siehe: „Besonderheit“).
Spielbericht:
Zwei Änderungen nahm Cheftrainer Nico Schneck im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen den VfL Bochum vor. Jana Beuschlein übernahm wieder die Kapitänsbinde und startete von Beginn an, so auch Julia Glaser. Linette Hofmann und Haruka Osawa nahmen zunächst auf der Bank Platz. Die VfB Frauen erwischten einen Sahnestart, machten von Beginn an Druck und belohnten sich direkt in der Anfangsphase mit dem Doppelschlag (siehe: „die Tore“). Der VfB war das spielbestimmende Team, Wolfsburg II steckte jedoch nicht auf und verkürzte zur Halbstundenmarke mit der ersten richtigen Chance aus 1:2. Den vorherigen zwei-Tore-Abstand stellte Nicole Billa kurz vor der Pause jedoch wieder her (44.) und sorgte für den verdienten 3:1-Pausenstand.
Etwas ereignisärmer gestaltete sich dagegen die zweite Hälfte. Zwar beschäftigten die VfB Frauen die Gäste aus Wolfsburg stets in der eigenen Hälfte, so richtig gefährlich wurden die VfB Frauen jedoch zunächst nicht. Offensive Nadelstiche setzte der VfL vereinzelt, die beste Chance wurde in der 73. von der Latte verhindert. In der Schlussphase drehten die VfB Frauen nochmals auf. Der Kopfball von Fabienne Dongus wurde (76.) wurde noch geblockt, ehe Dafina Redzepi in der Schlussphase noch den Deckel zum 4:1-Heimsieg drauf machte.
Die Tore:
10. Minute: Gute Vorarbeit von Julia Glaser, die den Ball auf Fabienne Dongus durchsteckt. Aus der zweiten Reihe zieht Fabienne Dongus mit links einfach mal ab und netzt unten links ein. 1:0 VfB!
12. Minute: Jana Beuschleins Abschluss wird noch geblockt, Julia Glaser steht jedoch goldrichtig und schließt mit links satt zur 2:0-Führung ab.
30. Minute: Die Wolfsburgerinnen haben zu viel Platz im Zentrum. Diesen nutzen sie aus und verkürzten in Person von Anny Kerim-Lindland auf 1:2.
44. Minute: Erneuter Assist von Julia Glaser, die Nicole Billa in Szene setzt. Die VfB-Angreiferin lässt ihre Gegenspielerin aussteigen und trifft zum 3:1.
83. Minute: Schönes Zusammenspiel zwischen Haruka Osawa und Dafina Redzepi, die per Direktabnahme auf 4:1 erhöht.
Die Stimmen: „Bundesliga! Ich glaube, heute darf jeder eskalieren.“
Cheftrainer Nico Schneck: „Wenn du als Club über Jahre so viel investierst und das gesteckte Ziel erreichst, fällt gerade vieles ab. Das sieht man heute ganz gut – nicht nur bei der Mannschaft, sondern bei allen, die sehr viel Herzblut und Zeit in dieses ambitionierte Ziel investiert haben. Durch das Parallelergebnis konnten wir die letzten Spielminuten einfach genießen und der Mannschaft zuschauen, wie sie ihre Aufgabe hervorragend erledigt hat. Ich bin sehr dankbar, dass ich das, auch gemeinsam mit unseren Fans, heute hier erleben darf. Der Support ist überragend. Es ist mir immer wichtig, nicht nur den Personen Danke zu sagen, die in der ersten Reihe stehen. Auch Heiko hat einen großen Anteil an diesem Erfolg. Bei allem Umbruch, bei allem Wechsel – diese Dankbarkeit möchte ich zum Ausdruck bringen.“
VfB-Kapitänin Jana Beuschlein: „Es lief heute genau so, wie wir uns das vorgestellt haben. Die beiden frühen Tore haben uns dem Ziel direkt ein gutes Stück näher gebracht. Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wir haben es über die Ziellinie gebracht und am Ende des Tages verdient gewonnen. Der Druck der letzten Wochen fällt ab, jetzt ist pure Freude da. Wir sind heute in die Bundesliga aufgestiegen. Wir sind heute vorzeitig Meister geworden. Unfassbar! Ihr könnt euch sicher sein, dass wir die Nacht zum Tag machen!“
Nicole Billa: „Bundesliga! Einfach geil! Es ist ein Traum – für den Club, für die Mädels, für die Fans. Das Ergebnis ist souverän, wir können zufrieden sein. Jetzt haben wir uns es verdient, feiern zu gehen! Ich glaube, heute darf jeder eskalieren.“
Die Besonderheit:
Mit dem direkten Durchmarsch von der Oberliga Baden-Württemberg über die Regionalliga Süd und 2. Frauen-Bundesliga bis in die Google Pixel Frauen-Bundesliga stellt der VfB einen Rekord auf. Keinem Team waren jene drei Aufstiege in Folge zuvor im deutschen Frauenfußball gelungen. Zuvor hatte der 1. FC Union Berlin den direkten Weg von der Regionalliga bis in die Google Pixel Frauen-Bundesliga und damit zwei Aufstiege in Folge geschafft.
So spielte der VfB: 1 Beck – 7 Redzepi, 8 Rall, 9 Glaser, 16 Hechler, 19 Hirano, 20 Beuschlein (C), 26 Billa, 28 Wichmann, 32 T. Dongus, 33 F. Dongus
Zunächst auf der Bank: 25 Boettcher – 2 Hofmann, 3 Müller, 4 Schäfer, 5 Temaj, 10 Selensky, 29 Meßmer, 77 Schetter, 79 Osawa