Geschafft! Die Fußballer des TSV Merching stehen als Meister in der Kreisliga Augsburg fest, sie dürfen zum ersten Mal in die Bezirksliga aufsteigen. Am Sonntag kamen sie zwar über ein 1:1 in Pfersee nicht hinaus, aber weil die „Zweite“ des SV Mering zuvor beim FC Tur Abdin Augsburg mit einem torlosen Remis aufhorchen hatte lassen, kann der Zweite allenfalls noch nach Punkten aufschließen zu Merching. In diesem Fall würde der direkte Vergleich zugunsten des TSV entscheiden, der vier Zähler gegen den Rangzweiten errungen hat.

  • TSV Pfersee – TSV Merching 1:1

In seiner langen Karriere konnte Günter Bayer so manchen Erfolg verbuchen, kurz vor dem 73. Geburtstag hat er noch mal zugeschlagen und als Trainer dem TSV Merching zur Bezirksliga verholfen. Timo Lutz hatte Pfersee mit einem direkten Freistoß in Führung gebracht, in der 83. Minute glich Moritz Willis per Foulelfmeter aus, es war sein 16. Saisontor. Vor dem Anpfiff war den Gästen klar: In vier Spielen würde bereits ein Zähler reichen. „Trotzdem waren wir nervös“, so Bayer: „Pfersee war körperlich sehr stark.“ In der Halbzeit nahm er einige Veränderungen vor, die sich positiv bemerkbar machten: „Zweite Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorstelle.“ Nach der Punkteteilung stieg die Meisterfeier im Merchinger Sportheim. Geklärt ist eine wichtige Personalie. „Ich habe mich überreden lassen“, so Günter Bayer auf die Frage, ob er auch in der neuen Saison im Amt bleibt: „Ich mache das Abenteuer mit.“

  • FC Tur Abdin Augsburg – SV Mering II 0:0

Das war noch mal ein markantes Ausrufezeichen, das die zweite Mannschaft des SV Mering beim Tabellenzweiten setzte. Dass man bei diesem Spitzenteam ein torloses Unentschieden holen könnte, das hatte wohl keiner erwartet. Die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit für Seod Hikmet Hassan (FC) fiel dabei nicht mehr ins Gewicht. Wenige Stunden später stand fest: Die zweite Mannschaft des SV Mering muss sich auf direktem Weg aus der Kreisliga verabschieden. Was seit Monaten zu befürchten war, etwa nach lediglich neun Zählern aus 15 Partien in der Vorrunde, ist nun amtlich. „Wir haben keine Konstanz reingebracht“, stellte Johannes Pfeiffer, der Spielertrainer, fest. Zum Spiel sagte er: „Wir haben gut verteidigt. Wir hatten heute auch das Glück des Tüchtigen.“ Etwa bei einem Elfmeter, den die Augsburger nicht verwerteten. Am Ende hätte Mering beinahe den Siegtreffer erzielt.

  • Kissinger SC – TSV Bobingen II 1:0

Seine kleine Chance auf den zweiten Platz in der Endabrechnung wahrte der Kissinger SC mit einem 1:0-Erfolg gegen die zweite Garnitur des TSV Bobingen. „Ich hatte mich fast schon mit einem 0:0 zufriedengegeben“, meinte SC-Spielertrainer Franko Berglmeir. Er bewies ein glückliches Händchen, als er Julian Prisciano auf den Platz brachte. Denn dieser Einwechselspieler erzielte in der 77. Minute per Kopfball das Tor des Tages, als er in einer chancenarmen Partie eine Ecke von Jonas Graf verwertete. „War ein glücklicher Sieg“, so Berglmeir, „aber den nehmen wir natürlich gerne mit.“ Am Ende unterstrichen die Hausherren ihre Qualitäten in der Defensive und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.