Der Fall der sechsjährigen Emy erschütterte im Dezember 2020 ganz Deutschland. Es war eine Tat von beispielloser Grausamkeit, die am Nikolaustag die friedliche Vorweihnachtszeit in Halle an der Saale zerriss. Jetzt sorgt das Verbrechen erneut für Schlagzeilen, doch diesmal ist es die Nachricht über das Ende des Täters: Der verurteilte Sexualstraftäter Sebastian L. ist tot. Das berichtet die BILD-Zeitung.

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In der Nacht auf den 6. Dezember 2020 stieg Sebastian L. über ein angekipptes Fenster in die Wohnung einer Familie in der halleschen Innenstadt ein. Er entführte die sechsjährige Emy direkt aus ihrem Kinderzimmer – das Mädchen trug lediglich einen Schlafanzug und Socken. Nach dem Missbrauch auf einer Baustelle warf er das Kind mit Tötungsabsicht in die eiskalte Saale. Nur dem beherzten Eingreifen zweier Jogger, welche die Schreie hörten, verdankt Emy ihr Leben.

Die Fahndung nach dem Täter hielt die Region in Atem. Überwachungskameras und ein Phantombild führten die Ermittler schließlich nach Brehna. Dort, in einer Tiefkühlbäckerei, wurde der damals 24-Jährige an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Kollegen hatten ihn auf den Bildern erkannt. Sebastian L., der zuvor unauffällig in einem Plattenbau im Südpark von Halle-Neustadt gelebt hatte, musste sich daraufhin vor dem Landgericht Halle unter anderem wegen versuchten Mordes und schwerem Kindesmissbrauch verantworten.

Nach schweren Komplikationen infolge von Hirn-Operationen war der Mann offenbar zuletzt ein absoluter Pflegefall. Er war ans Bett gefesselt sowie auf Maschinen angewiesen. Letztlich führte ein schwerer septischer Schock (Blutvergiftung) nach einer Infektion auf der Intensivstation zum Tod. Er ist, wie Berichte bestätigen, qualvoll verstorben. Die Nachricht von seinem Tod markiert den Schlusspunkt hinter einen Fall, der bundesweit Entsetzen auslöste und Debatten über den Schutz von Kindern und den Umgang mit gefährlichen Sexualstraftätern befeuerte.

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