Sachsen weiter abgeschlagen?
Gehaltsreport: Das verdienen Angestellte in Dresden
Aktualisiert am 10.05.2026 – 21:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Kellnerin trägt ein Tablett mit Getränken (Symbolbild): Die Einkommen in der Gastronomie sind in Sachsen deutlich niedriger als beispielsweise im Bankwesen. (Quelle: Caroline Seidel/dpa/Archiv/Symbolbild/dpa)
Im Osten Deutschlands sind die Gehälter noch heute deutlich geringer als im Westen. Besonders deutlich zeigt sich das in der Landeshauptstadt Dresden.
In Sachsen sind die Gehälter in der Regel niedriger als in anderen Teilen Deutschlands. Die Plattform „Stepstone“ hat nun einen Report veröffentlicht und darin große Abweichungen festgestellt. Besonders deutlich zeigt sich dies in Dresden.
Im Vergleich mit den anderen Landeshauptstädten Deutschlands rangiert Dresden mit 51.000 Euro auf den unteren Rängen. Am meisten verdienen demnach Menschen in München, mit 64.750 Euro, am wenigsten in Schwerin, Magdeburg und Erfurt mit 49.500 Euro.
Besser bezahlt sind demnach generell Beschäftigte im Bankwesen, in der Medizin sowie in der IT und im Bildungswesen. Niedriger fallen die Einkommen dagegen etwa in der Gastronomie, der Logistik und dem Handwerk aus, wie die Daten zeigen.
Sachsen landet bei den Gehältern in den verschiedenen Berufszweigen in der Regel deutlich unter dem Bruttomediangehalt. So verdienen sächsische Arbeitnehmer beispielsweise im Finanz- und Rechnungswesen mit 50.750 Euro fast 9.000 Euro weniger im Jahr als der gesamtdeutsche Median.
Als Vergleichsmaßstab nutzen Gehaltsreports meist den Median statt des Durchschnitts. Der Durchschnitt wird berechnet, indem alle Werte summiert und danach durch die Anzahl der Datensätze geteilt werden. Der Durchschnittswert kann durch extrem hohe oder niedrige Werte verzerrt werden. Der Median hingegen ist der Wert, der genau in der Mitte aller Werte liegt. Das heißt, es gibt exakt gleich viele Gehälter, die niedriger und die höher sind als das Mediangehalt.
Doch auch der Arbeitsstandort ist laut Stepstone für ein höheres Gehalt entscheidend. In einigen Regionen werden Beschäftigte besser bezahlt: In Ostdeutschland verdienen Arbeitnehmer ohne Berlin im Median 48.750 Euro brutto im Jahr, während es im Westen 56.250 Euro sind – ein Gehaltsunterschied von 13 Prozent.
Letztlich sei auch der Abschluss für ein höheres Gehalt entscheidend, wie es im Report heißt. Akademiker verdienen in Sachsen im Median 62.000 Euro, Menschen ohne Hochschulabschluss 46.750 Euro.
Groß sind ebenso die Unterschiede auf den deutschen Gehaltszetteln je nach Unternehmensgröße. Wie Stepstone herausfand, verdienen Mitarbeiter in großen Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten 63.000 Euro. In kleinen Betrieben, mit bis zu 50 Mitarbeitern, verdienen die Angestellten 48.000 Euro.
