Lufthansa stellt zum 1. Juli die Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt am Main ein. Der Bremer Senat kritisiert die Entscheidung scharf – und sieht den Bundesverkehrsminister in der Pflicht.

Lufthansa stellt Flüge zwischen Frankfurt und Bremen ein, © DPA/Hauke-Christian Dittrich

Ein Flugzeug vom Typ Bombardier CRJ-900LR der Lufthansa steht auf dem Vorfeld am Flughafen Bremen : Lufthansa CityLine Bombardier CRJ-900LR mit der Registrierung D-ACND auf dem Vorfeld am Flughafen Bremen. Neben dem Regionaljet stehen Bodenfahrzeuge und Personal, im Hintergrund sind Terminalgebäude und der Tower zu sehen.

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Lufthansa stellt die Flugverbindung zwischen Frankfurt und Bremen zum 1. Juli ein. Begründet wird der Schritt mit mangelnder Wirtschaftlichkeit, gestiegenen Kosten und veränderten Rahmenbedingungen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Derzeit werden auf der Strecke bis zu fünf Flüge täglich angeboten. Wöchentlich nutzen mehr als 5000 Passagiere die Verbindung. Für viele Reisende aus Bremen ist Frankfurt der zentrale Umsteigepunkt für internationale Destinationen.

Auf der Route war Flugplandaten zufolge bislang neben Lufthansa selbst die Air Dolomiti sowie die zwischenzeitlich eingestellte Cityline im Auftrag der Lufthansa im Einsatz.

Neben Frankfurt hat Bremen weiterhin Drehkreuzvertbindungen im Lufthansa-Konzern-Netz: Lufthansa selbst sowie City Airlines und Helvetic (im Wetlese) fliegen nach München, Austrian nach Wien und Swiss nach Zürich.

Der Flughafen Bremen bezeichnete die Entscheidung dennoch als „sehr bedauerlich“. Hansestadt und Airport stehen nach eigenen Angaben im engen Austausch mit der Fluggesellschaft über Gründe und Folgen der Streichung.

Der Bremer Senat äußerte scharfe Kritik. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von einem „schweren Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten“. Die Strecke sei von erheblicher Bedeutung für Wirtschaft, Wissenschaft und internationale Erreichbarkeit des Standorts.

Bovenschulte appellierte zudem an den Bundesverkehrsminister. Der Flughafen Bremen nehme eine zentrale Rolle im Operationsplan Deutschland ein. Laufende Gespräche mit dem Bundesverteidigungsministerium über eine militärstrategische Aufwertung des Standorts dürften nicht durch privatwirtschaftliche Entscheidungen konterkariert werden, so der SPD-Politiker.

Der Senat kündigte an, sich für eine Rücknahme der Entscheidung einzusetzen. Die Lufthansa Group bleibe nach eigenen Angaben trotz der Streichung ein „zentraler Anbieter“ am Standort Bremen.