Das ist ein Schlag in die Magengrube für das Ruhrgebiet! Ausgerechnet bei den Machern von Kult-Marken wie „Golden Toast“ und „Lieken Urkorn“ gehen bald die Lichter aus.
Wie die Gewerkschaft NGG jetzt nach einer Mitarbeiterversammlung enthüllte, soll das Lieken-Werk an der Weidkamp in Essen zum 31. Dezember 2026 dichtgemacht werden. Das bittere Ergebnis: Über 100 Menschen stehen kurz vor dem Nichts.
📌 Fakten über Essen
- Einwohner: Rund 575.000 – damit ist Essen eine der zehn größten Städte Deutschland
- Grüne Stadt: Essen zählt zu den grünsten Städten Deutschlands und bietet über 700 Grünanlagen, darunter den Grugapark und den Baldeneysee.
- Geschichte & Wirtschaft: Gegründet um 850 als Damenstift, prägten Kohle und Stahl (Krupp) die Stadt. Heute ist sie ein bedeutender Dienstleistungsstandort.
- Sehenswürdigkeiten: Das UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein, die Villa Hügel, das Museum Folkwang und der Essener Dom sind zentrale kulturelle Highlights.
„Menschlich eiskalt“: NGG in Essen feuert gegen die Boss-Etage
Die Wut im Revier ist riesig. Martin Mura, Chef der NGG Ruhrgebiet, nimmt das Management um CEO Dr. Christian Hörger hart ins Gebet. Sein Urteil ist vernichtend: „Das Management um CEO Dr. Christian Hörger serviert hier über 100 Beschäftigte eiskalt ab. Menschen, die jahrelang Schichten gefahren, produziert und dieses Unternehmen getragen haben, sollen jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren.“ Laut Mura geht es hier nicht um nackte Zahlen, sondern um das Schicksal ganzer Familien.
Besonders brisant: Im Werk Essen herrscht aktuell ein machtloses Vakuum. Ein neuer Betriebsrat soll erst am 9. Juni gewählt werden – die Schließungs-Bombe platzte also genau in der Zeit, in der die Belegschaft keine offizielle Vertretung hat. Für Mura ein abgekartetes Spiel: „Wer Verantwortung trägt, sorgt in einer solchen Lage für Transparenz und faire Beteiligung. Alles andere ist sozialpolitisch instinktlos.“
Gewerkschaft unerwünscht
Auch hinter den Kulissen flogen offenbar die Fetzen. Als die NGG wissen wollte, was bei der Versammlung besprochen wird, gab es nur die kalte Schulter. Man habe der Gewerkschaft sogar mit dem Hausrecht gedroht. Mura fassungslos: „Stattdessen wurde deutlich gemacht, dass die NGG bei der Versammlung nicht erwünscht sei.“ Ein Dialog auf Augenhöhe? Fehlanzeige.
Lieken faselt zwar von „sozialverträglichen Lösungen“, doch die NGG lässt sich nicht mit billigen Sprüchen abspeisen. Ihr Credo: „Ein sozialverträglicher Stellenabbau bleibt ein Stellenabbau.“ Die Gewerkschaft fordert jetzt die nackten Fakten auf den Tisch: Warum muss das Werk wirklich sterben? Gibt es keine Alternativen?
Mehr News für dich:
Eines ist sicher: In Essen wird es nicht leise bleiben. Mura droht den Brot-Bossen: „Wer glaubt, man könne über 100 Arbeitsplätze in Essen geräuschlos streichen, irrt sich gewaltig!“.
Auch interessant: Mitten in Essen! Berliner Kult-Burgerkette öffnete ihre Türen