Schätzungen zufolge sollen sich im Kuipergürtel, jenseits des äußersten bekannten Planeten unseres Sonnensystems, Neptun, mehr als 1.000 sogenannte Plutinos befinden. Dabei handelt es sich um vergleichsweise kleine Objekte, deren Bahnelemente grob mit denen von Pluto übereinstimmen.

Atmosphäre bei Mini-Pluto entdeckt

Die ersten vier Plutinos waren laut Wikipedia erst im Herbst 1993 entdeckt worden. Jetzt haben japanische Forscher:innen bei einem solchen Mini-Pluto Hinweise auf eine Atmosphäre gefunden – eine Premiere bei einem so kleinen transneptunischen Objekt, wie es in einer im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlichten Studie heißt.

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Das kleinste jenseits des Neptun liegende Objekt, bei dem bisher eine Atmosphäre nachgewiesen werden konnte, ist Pluto. Der Zwergplanet, der vor seiner Rückkehr in die Riege der Planeten steht, hat einen Durchmesser von rund 2.377 Kilometern.

Klein, kalt und trotzdem mit Gashülle

Der jetzt untersuchte Plutino (612533) 2002 XV 93 misst dagegen nur 500 Kilometer im Durchmesser, wie die Uni Tokio mitteilt. Bisher ging die Forschung davon aus, dass ein solch kleines und kaltes Objekt keine Atmosphäre dauerhaft halten könnte. Genau das scheint aber der Fall zu sein, wenn sich die Beobachtungen der japanischen Forscher:innen bestätigen sollten.

Demnach wurden im Rahmen einer Beobachtung mit drei in Japan befindlichen Teleskopen eine Atmosphäre entdeckt. Diese soll aber fünf bis zehn Millionen Mal dünner als die Gashülle der Erde sein, wie Golem berichtet. Wahrscheinlich besteht sie aus Methan, Stickstoff oder Kohlenmonoxid.

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Webb-Teleskop findet kein gefrorenes Gas

Den Forscher:innen zufolge sollte sich eine solche Gashülle um einen Zwergplaneten eigentlich maximal 1.000 Jahre halten können. Warum der Zwergplanet 2002 XV 93 seine Atmosphäre noch hat, kann das Forschungsteam aktuell nicht erklären. Zumal bei Untersuchungen mithilfe des Webb-Teleskops auf dem Plutino kein gefrorenes Gas sichtbar war.


James-Webb-Teleskop: Die schönsten Bilder und ihre Bedeutung

Möglich sei, dass das Gas infolge eines Kometeneinschlags aus dem Inneren des Himmelskörpers nach außen drang. Eine weitere Option sind Vulkanausbrüche, über die Gas entweichen kann. Pluto etwa verfügt über sogenannte Kryovulkane, die Material für die dünne Atmosphäre an die Oberfläche transportieren. Wie genau das Ganze bei dem Mini-Pluto abläuft, müssen weitere Beobachtungen zeigen.

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