Sehenswürdigkeit im Schnoor

Bremer Telefonzelle aus den Dreißigerjahren hat ein neues Leben

Aktualisiert am 10.05.2026 – 21:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Der historische Fernsprecher wurde zu einem Gewächshaus umgewandelt.Vergrößern des Bildes

Telefonzelle in Bremen: Der historische Fernsprecher wurde zu einem Gewächshaus umgewandelt. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Wolfgang Diederich)

In Bremens ältestem Stadtviertel fällt eine alte Telefonzelle auf. Doch was hat es damit auf sich?

Wer im Schnoorviertel, dem ältesten Stadtteil Bremens, unterwegs ist, hat sicherlich schon einmal die gelbe Telefonzelle am Stavendamm gesehen. Telefonieren kann man dort nicht mehr, sie wird nun anderweitig genutzt.

Der öffentliche Fernsprecher aus den Dreißigerjahren hat sich zu einem Mini-Gewächshaus auf einem Quadratmeter verwandelt. Im Inneren stehen zahlreiche Blumen, Töpfe mit Pflanzen und auch ein Vogelhäuschen. Eine Anwohnerin und Ladenbesitzerin aus dem Schnoor kümmert sich um das besondere Gewächshaus. Wer möchte, kann eine Spende in das Vogelhäuschen werfen. Davon werden neue Pflanzen gekauft.

Mitte der Neunzigerjahre, als Handys langsam den deutschen Markt eroberten, gab es noch rund 160.000 Telefonzellen in Deutschland. Mittlerweile sind sie fast vollständig aus dem Stadtbild verschwunden. Ab 1946 bis Mitte der Neunziger waren die Fernsprecher allesamt postgelb gestaltet, bis die Telekom Magenta und Grau zu ihren Firmenfarben machte.

Die genaue Adresse der alten Telefonzelle lautet Stavendamm 22. Von der Haltestelle Domsheide sind es nur wenige Gehminuten bis zum Ziel. Ganz in der Nähe befindet sich eine Statue, die Heini Holtenbeen gewidmet ist. Er war ein Bremer Original, um das sich viele Geschichten ranken.