Als Valve den Steam Controller am 4. Mai 2026 für 99 Euro auf den Markt brachte, war er innerhalb weniger Minuten komplett ausverkauft. Wie schon bei früheren Hardware-Releases kam es unmittelbar danach zu Engpässen und massiven Preisaufschlägen auf Reseller-Plattformen. Berichten zufolge verlangen einzelne Anbieter inzwischen deutlich überhöhte Preise, was bei vielen Spielerinnen und Spielern für ordentlich Frust sorgt. Gerade Einsteiger, die den Controller ausprobieren wollten, stehen dadurch aktuell oft ohne Chance da. Aus dieser Situation heraus entstehen inzwischen kreative Alternativen.

Spieler nutzen CAD-Daten für eigenen 3D-Druck

In einem Beitrag auf Reddit zeigte ein Nutzer namens „JustMyBanana“ eine selbst 3D-gedruckte Version des Steam Controllers. Die Druckdateien basieren auf CAD-Daten, die Valve nach dem Release der Hardware zur Verfügung gestellt hat. Eigentlich sollten diese Dateien Moddern helfen, eigene Anpassungen und Erweiterungen zu entwickeln. Viele nutzen sie jetzt jedoch einfach, um eine optische Nachbildung des Controllers herzustellen.

Der Druck selbst soll laut dem Nutzer nur etwa drei Stunden gedauert haben. Kosten wurden nicht genau genannt, liegen aber natürlich deutlich unter dem offiziellen Verkaufspreis von 99 Euro. Allerdings handelt es sich dabei ausschließlich um das Gehäuse, ist damit nicht funktional und dient eher als Deko-Objekt oder Anschauungsmodell.

In der Community gehen die Meinungen dazu auseinander. Einige halten den Aufwand für unnötig und kritisieren den Materialverbrauch. Andere sehen darin jedoch einen praktischen Nutzen: Die gedruckte Hülle könne helfen, Größe und Form des Controllers besser einzuschätzen, bevor man sich für einen Kauf entscheidet. Gerade da das Design des Steam Controllers eher ungewöhnlich ist, könnte das für manche Kaufentscheidungen relevant sein.

Valve reguliert die nächsten Verkaufswellen

Parallel dazu reagiert Valve auf die angespannte Lage bei der Verfügbarkeit. Das Unternehmen hat inzwischen ein Reservierungssystem eingeführt. Interessierte Käufer erhalten nach erfolgreicher Anmeldung ein Zeitfenster von 72 Stunden, in dem sie den Controller verbindlich kaufen können. Zusätzlich wurde die Stückzahl pro Person auf ein Exemplar begrenzt. Wer bereits in der ersten Verkaufswelle ein Gerät erworben hat, kann vorerst keine Reservierung mehr vornehmen. Damit will Valve offenbar verhindern, dass Reseller erneut große Mengen aufkaufen. Ob diese Maßnahmen die Situation langfristig entspannen, bleibt abzuwarten.