Die Spieler des FC Barcelona bejubeln den Gewinn der spanischen Meisterschaft mit der Trophäe

Stand: 10.05.2026 • 23:18 Uhr

Der FC Barcelona hat sich zum ersten Mal in einem Clásico gegen Real Madrid zum spanischen Meister gekürt und damit den zweiten Titel in Folge gefeiert. Beim 2:0 (2:0)-Heimsieg lieferte „Blaugrana“ am Sonntagabend (10.05.2026) eine eindrucksvolle Leistung ab und ließ den „Königlichen“ keine Chance.

„Campeones, Campeones“ hallte es bereits Minuten vor dem Abpfiff durch das Camp Nou. Während das Team von Trainer Hansi Flick von Beginn an eine beeindruckende Performance ablieferte, enttäuschte das „Weiße Ballett“ über weite Strecken der Partie und steht vor einer weiteren titellosen Saison. Besonders emotional wurde es vor der Partie, als es eine Schweigeminute für den am Vortag verstorbenen Vater von Trainer Hansi Flick gab.

„Es war ein harter Tag für mich. Mein Team ist fantastisch, ich liebe es, es ist wie eine Familie für mich“, sagte Flick nach der Partie: „Ich bin stolz, es ist großartig, in diesem Stadion gegen Real Madrid im Clásico den Titel zu gewinnen.“ Nach neun Minuten konnte der Deutsche das erste Mal jubeln, als Marcus Rashford einen Freistoß kunstvoll ins lange Eck zirkelte.

In der 18. Minute erhöhte Ferran Torres auf 2:0 nach Hacken-Vorarbeit von Dani Olmo. Insgesamt hatten die „Königlichen“ der aufgeladenen Stimmung in Barcelona zu wenig entgegenzusetzen, haderten zu oft mit dem unauffälligen Schiedsrichtergespann und der eigenen Fehleranfälligkeit.

Lamine Yamal feiert auf der Tribüne mit

Der erste Umschaltmoment der Katalanen (5.) führte umgehend zu Gefahr vor dem Tor des wiedergenesenen Real-Schlussmanns Thibaut Courtois. Joao Cancelo schickte Fermin Lopez mit einem tiefen Pass, der in der Mitte für Rashford auflegen wollte, aber Fran Garcia konnte vor dem heranstürmenden Engländer klären. Vier Minuten später waren die Gäste dann aber kollektiv machtlos, als Rashford einen Freistoß von der rechten Strafraumkante ins lange Eck zauberte.

Die beiden Torschützen: Barcelonas Ferran Torres (u.) bejubelt seinen Treffer mit Marcus Rashford

Auf der Tribüne feierte der verletzte Lamine Yamal den Geniestreich seines Kollegen ebenso lautstark, wie die Fans im Camp Nou. Und die Zuschauer sahen auch in der Folge eine spielbestimmende Heim-Mannschaft, während Real Madrid, nach den jüngsten Eskapaden unter der Woche, einen gebrauchten Tag erwischte. In der 18. Minute schlug „Blaugrana“ dann zum zweiten Mal zu, weil Olmo kunstvoll ablegte und Torres eiskalt abschloss.

Barcelona deutlich überlegen

Für Real Madrid ging in dieser Anfangsphase scheinbar alles ein wenig zu schnell gegen die „Kombinationsmaschine“ Barcelona. Die Möglichkeit, sich die Meisterschaft in einem Clásico vor heimischer Kulisse zu sichern, gab den Hausherren zusätzliche Energie, die ihrem Gegenüber fehlte. Sinnbildlich dafür die Aktion von Eric Garcia, der nach einem Vollsprint noch vor dem einschussbereiten Vinicius Junior (24.) klären konnte.

Gerade als Real Madrid sich in die Partie zu kämpfen schien, stellte Torres mit einem perfekten Pass auf Rashford, die Machtverhältnisse wieder klar. Courtois lenkte den Ball zwar mit den Fingerspitzen ins Toraus, aber Barcelona zeigte, dass das Flick-Team dem dritten Tor näher war, als Real einer Aufholjagd.

Rudelbildung Anfang der zweiten Halbzeit

Das sah wohl auch Real so, denn im Spielertunnel vor dem Beginn der zweiten Hälfte sahen Antonio Rüdiger und Courtois ziemlich bedient aus. Besser wurde es auch nach Wiederanpfiff nicht, denn Barcelona kombinierte sich weiter leichtfüßig über den Platz. Das sorgte für Frust, der in der 51. Minute in einer Rudelbildung samt Handgemenge gipfelte, bei der Olmo und Raul Asencio die Gelbe Karte sahen.

Kaum Chancen: Real Madrids Jude Bellingham ärgert sich über den Auftritt seines Teams

All das änderte nichts daran, dass Barcelona kontinuierlich die tiefen Räume attackierte und Real Madrid weiter keine Lösungen dagegen fand. Erneut war es der Schlussmann der Gäste, der gegen den heranstürmenden Torres retten musste. Ein Standard sorgte dann auch auf der Gegenseite mal für Gefahr, Jude Bellingham (63.) traf im Nachsetzen vermeintlich zum Anschluss, doch der Engländer hatte im Abseits gestanden.

Hitzige Stimmung in der Endphase

Ansonsten bedachten sich die Gastgeber auf die Spielkontrolle, ließen die Madrilenen gewähren, ohne dabei in zu große Bedrängnis zu kommen. Der Stimmung der Fans tat das keinen Abbruch, die feierten auf der Tribüne schon längst ausgelassen ihr Team und den zweiten Meistertitel in Folge.

Der Real-Frust entlud sich nun immer häufiger in kleinen Rangeleien, Schiedsrichter Alejandro Hernandez Hernandez ließ sich davon jedoch nicht beirren, pfiff die Partie mit einer Minute Nachspielzeit ab iund eröffnete damit Barcelonas Meisterparty.