
Der SC Paderborn bleibt auch das vierte Spiel in Folge ohne Sieg und verpasst in der 2. Fußball-Bundesliga den vorläufigen Sprung auf Platz zwei. Gegen den Karlsruher SC hadern die Ostwestfalen mit einem Remis und der eigenen Chancenverwertung.
Dabei führte Paderborn lange, nutzte jedoch die Chancen nicht und ließ Karlsruhe damit zurück ins Spiel kommen. Der KSC drehte die Partie innerhalb von vier Minuten (75. und 79. Minute), konnte die Führung aber auch nicht über die Zeit bringen. Paderborns Sebastian Klaas sorgte für den 2:2-Endstand (1:0), mit dem der Sportclub im Kampf um den Aufstieg aber nicht zufrieden sein dürfte.
Paderborns Kettemann: „Tut schon weh“
„Wenn man den Spielverlauf, die Spielanteile und die Möglichkeiten sieht, dann tut es schon weh“, war SCP-Trainer Ralf Kettemann nach dem Spiel gegenüber der Sportschau enttäuscht. „Das ist schon ein Spiel, das man gewinnen sollte.“
Filip Bilbija brachte die Gastgeber in der 20. Minute in Führung. Nach einem abgefälschten Schuss von Castaneda fiel der Ball Bilbija vor die Füße. Im ersten Versuch scheiterte der Paderborner noch, beim Nachschuss war KSC-Torwart Bernat chancenlos.
Nach dem Führungstreffer zog sich Paderborn jedoch immer weiter zurück, von Nachlegen keine Spur. Stattdessen arbeiteten sich die Gäste aus Karlsruhe immer mehr in die Partie. Wanitzek und Ben Farhat hatten zwischenzeitlich sogar den Ausgleich auf dem Fuß (26., 29.), beide scheiterten jedoch. Kurz vor dem Pausenpfiff nahm Paderborn die Offensivbemühungen dann doch noch mal auf. Baur traf aber nur den Pfosten (37.)
Karlsruhe dreht das Spiel in vier Minuten
In der zweiten Halbzeit war Paderborn dann zunächst energischer um das zweite Tor bemüht, doch Curda scheiterte aus rund sieben Metern am stark parierenden Bernat im KSC-Tor (63.). Kurze Zeit später war es wieder Curda, der den Ball kurz vor der Grundlinie ins Zentrum spielen wollte. Karlsruhes Rapp konnte jedoch zur Ecke klären, es blieb bei Paderborns knapper Führung.
Bis die Gäste die schwache Chancenverwertung Paderborns bestraften. Nach einem schönen Pass von Förster kam Fabian Schleusener kurz hinter der Strafraumgrenze an den Ball und spitzelte ihn mit dem Außenrist an SCP-Torwart Seimen vorbei – der Ausgleich (75.).
Vier Minuten später ein weiterer Rückschlag für die Gastgeber. Im Spielaufbau leistete sich Baur einen ungenauen Pass und lud die Gäste damit zum Kontern ein. Herold ließ sich nicht zweimal bitten, leitete den Ball ins Zentrum zu Fukuda weiter, und der traf aus gut 17 Metern zur Führung für Karlsruhe.
„Das ist 2. Liga live, da gehst Du kurz was zu trinken holen und kommst zurück und die andere Mannschaft führt“, zeigte sich auch KSC-Trainer Christian Eichner vom Doppelschlag seiner Mannschaft am Sportschau-Mikro überrascht. „In der Zeit haben wir einfach unsere Kaltschnäuzigkeit gezeigt.“
Weiter Dreikampf um den Aufstieg
Paderborn war gefordert, es drohte ein herber Dämpfer im Kampf um den erhofften dritten Bundesliga-Aufstieg. Sebastian Klaas konnte zwar noch Schadensbegrenzung betreiben und ausgleichen (85.). Der erhoffte Sieg im letzten Heimspiel der Saison blieb aber aus.
Paderborn schob sich mit dem Remis vorübergehend auf den Relegationsplatz, den Hannover am Samstag durch das Remis in Bochum zurückeroberte. Elversberg als Tabellenzweiter verlor am Sonntag in Düsseldorf, blieb damit punktgleich mit Hannover und Paderborn, geht aber mit der deutlich besseren Tordifferenz in den letzten Spieltag.
Paderborn in Darmstadt, Karlsruhe gegen Bochum
Dort ist Paderborn beim SV Darmstadt 98 zu Gast. Elversberg empfängt Absteiger Preußen Münster und Hannover trifft auf den 1. FC Nürnberg. Karlsruhe kann die Saison gegen den VfL Bochum ausklingen lassen, alle Spiele beginnen am Sonntag um 15.30 Uhr.