Was passiert wirklich hinter im Kreml? Neue Berichte konstruieren ein Bild von Wladimir Putin, das ihn als sehr misstrauischen und ängstlichen Menschen beschreibt. Es geht um Angst und ein zurückgezogenes Leben.

So soll der russische Präsident seine Sicherheitsmaßnahmen extrem verschärft haben. In einer aktuellen Folge des „RONZHEIMER.“-Podcasts spricht Paul Ronzheimer, stellvertretender Chefredakteur der „Bild“, mit Sabine Adler, Russland-Kennerin und Journalistin, über die aktuellen Entwicklungen im Kreml.

📌 Was sind die Gründe für Wladimir Putins angeblichen Rückzug?

  • Sicherheitslage: Anschläge und die Ermordung eines hochrangigen Generals
  • Interne Spannungen und Machtkämpfe
  • Sanktionen und schwächelnde Wirtschaft
  • Schwierigkeiten im Krieg gegen die Ukraine
  • Misstrauen und selbst gewählte Isolation

Putin fürchtet einen möglichen Anschlag

Der Auslöser? Ein Bericht eines europäischen Geheimdienstes, der aktuell für Aufsehen sorgt. Demnach soll Putin Angst vor einem möglichen Anschlag und extreme Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben.

Sabine Adler beschreibt: „Der Bericht stammt von einem westlichen Geheimdienst eines EU-Landes. Wir wissen nicht, welches Land damit gemeint nicht. Und ich finde, das ist als Quelle, ehrlich gesagt, ein bisschen dünn.“

So soll er sich aktuell verhalten und leben

Trotz der Zweifel kursieren aktuell zahlreiche Informationen über ein abgeschottetes Leben von Wladimir Putin. Sabine Adler sagt klar: „Es gibt ein paar Indizien dafür, dass Putin extrem misstrauisch ist, extrem große Angst hat.“

Besonders auffällig: Seine Residenz in Waldai. Sie soll aktuell von 27 Luftabwehrsystemen geschützt werden. Doch das ist nicht alles. Sabine Adler fügt hinzu: „Man hört, dass er ähnlich wie in Corona-Zeiten die allermeiste Zeit in Bunkern verbringt.“

Treffen mit Ministern und Offiziellen finden oft nur noch virtuell statt. Außerdem soll er laut „Bild“ seine Residenz in Waldai meiden, sich nur in Begleitung von Bodyguards auf die Straßen trauen und in großen Fahrzeugkonvois unterwegs sein.

„Es heißt, dass von diesen Büros, den unterirdischen in Bunkern, da wird von einem in Krasnodar in Südrussland geredet, dass die absolut gleich möbliert und ausgestattet sind und man überhaupt nicht erkennen kann, wo er sich gerade aufhält“, sagt die Journalistin.

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Ein System, das maximale Sicherheit bieten soll und außerdem zeigt, wie groß offenbar das Misstrauen von Wladimir Putin geworden ist.

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