Der irische Billigflieger Ryanair betreibt mehrere Tochtergesellschaften, die ihre Flüge unter Ryanair-Flugnummer (FR) anbieten. Eine dieser Töchter ist die in Malta registrierte Lauda Europe, die quasi „Nachfolgerin“ der österreichischen LaudaMotion. Lauda Europe übernahm die einstige LaudaMotion-Flotte, die Registrierungen blieben im Wesentlichen gleich, nur statt OE für Österreich erhielten die Jets 9H für Malta. Aus der OE-LOM beispielsweise wurde damit die 9H-LOM. Die Lackierung blieb gleich. Umgangssprachlich wird die Fluggesellschaft daher von vielen Reisenden noch immer aus LaudaMotion oder Lauda bezeichnet.
Dieses besagte Flugzeug, die 9H-LOM, sollte am gestrigen Tag den Ryanair Flug 751 von Wien nach Porto durchführen. Der Start in Wien erfolgte um 04:59 Uhr UTC (06:59 Lokalzeit) auf der Piste 29. Nach der obligatorischen Linkskurve führte die Maschine einen Steigflug auf ihre Reiseflughöhe von 34.000 Fuß durch und ging auf Westkurs.
Über Bayern leiteten die Piloten dann allerdings gegen 05:34 Uhr UTC (07:34 Uhr Lokalzeit) eine Umkehrkurve ein und nahmen wieder Kurs auf den Flughafen Wien Schwechat. Um 06:16 Uhr UTC (08:16 Uhr Lokalzeit) – also 1 Stunde und 17 Minuten nach dem Start – landete der Jet auf der Piste 16. Bei der Ankunft nahm die Flughafenfeuerwehr die Maschine in Empfang.
Offiziell ist kein Grund für die Umkehr bekannt, betroffene Passagiere berichten allerdings von nicht näher genannten „technischen Problemen“. Eine Stellungnahme von Ryanair ist angefragt und wird eingearbeitet, sobald sie eingetroffen ist.
Ryanair flog die Reisenden mit einer Ersatzmaschine der Lauda Europe (LaudaMotion), dem A320 9H-LMG, an ihr Ziel.
Text & Foto: Patrick Huber