Wichtige Verbindung gestrichen
„Schwerer Schlag“: Heftige Kritik an Lufthansa-Plänen
11.05.2026 – 07:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Lufthansa-Flugzeug am Himmel (Symbolbild): Die Verbindung der Airline von Bremen nach Frankfurt soll wegfallen. (Quelle: IMAGO/Image of Sport/imago)
Bremen kämpft um wichtige Frankfurt-Flüge: Die Lufthansa will die Verbindung schon bald streichen. Für die Pläne der Airline gibt es enormen Gegenwind.
Derzeit gibt es rund 35 wöchentliche Abflüge auf der Strecke. Mehr als 5.000 Passagiere pro Woche nutzen die Verbindung für Hin- und Rückflüge. Frankfurt gilt für viele Reisende aus Bremen als wichtigster Umsteigepunkt zu internationalen Zielen.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sprach von einem „schweren Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten“ durch den Wegfall der Verbindung. Die Entscheidung reihe sich in zahlreiche Streckenstreichungen der vergangenen Monate ein.
Dabei sei der Flughafen Bremen in den vergangenen Jahren modernisiert worden und erziele regelmäßig gute Bewertungen bei Sicherheit und Pünktlichkeit. Der Senat werde deshalb „alles dafür tun“, damit die Lufthansa die Entscheidung noch einmal überprüfe, sagte Bovenschulte.
Zugleich sieht er auch den Bundesverkehrsminister in der Verantwortung. Der Flughafen Bremen spiele eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem „Operationsplan Deutschland“. Zudem gebe es fortgeschrittene Gespräche mit dem Bundesverteidigungsministerium über eine militärstrategische Aufwertung des Standorts mit hohen Investitionen.
Auch Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt kritisierte die Entscheidung deutlich. „Die Entscheidung der Lufthansa ist für den Standort Bremen nicht akzeptabel und in dieser Form nicht nachvollziehbar“, sagte sie. Die Strecke sei ein „zentrales Element“ für die internationale Anbindung von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Wegfall schwäche die Erreichbarkeit Bremens spürbar und habe direkte Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Die Lufthansa begründet die Einstellung der Verbindung laut Senat mit wirtschaftlichen Problemen. Genannt werden unter anderem fehlende Flugkapazitäten durch Veränderungen in der Flotte, ein gesunkener Netzdeckungsbeitrag sowie steigende Betriebskosten. Außerdem verweist die Airline demnach auf hohe und voraussichtlich weiter steigende Kerosinpreise.
