Newsblog zum Krieg in Nahost

„Sofortige Antwort“: Iran droht europäischen Ländern

Aktualisiert am 11.05.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 15 Min.

Die iranischen Revolutionsgarden feuern eine Rakete während einer Übung ab (Archivbild): Iran will ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus angegriffen haben.Vergrößern des Bildes

Die iranischen Revolutionsgarden feuern eine Rakete während einer Übung ab (Archivbild): Der Iran warnt insbesondere Frankreich und das Vereinigte Königreich. (Quelle: IMAGO/Iranian Army Office)

Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi gegen Kaution freigelassen. Trump nennt Antwort des Iran „völlig inakzeptabel“. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat neue Sanktionen gegen israelische Siedler in Aussicht gestellt. „Ich erwarte eine politische Einigung auf die Sanktionen gegen gewalttätige Siedler“, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel am Montag. „Hoffentlich schaffen wir es“, fügte sie hinzu.

Bei den Verhandlungen für eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs ist weiterhin kein Durchbruch in Sicht. US-Präsident Donald Trump hält die jüngste Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für „völlig inakzeptabel“. Er sprach auch weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus. In Teheran zeigte man sich davon erneut unbeeindruckt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei am Sonntag zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilte ihre Stiftung am Sonntag mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi „gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt“ worden. Die Nobelpreisträgerin sei mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden, wo sie „von ihrem eigenen Ärzteteam“ behandelt werde, hieß es weiter. Die Höhe der Kaution wurde in der Erklärung nicht genannt.

Unterstützer der 54-jährigen Menschenrechtsaktivistin hatten zuvor gewarnt, Mohammadi könne in Haft sterben. Sie gehen davon aus, dass Mohammadi in den vergangenen Wochen zwei Herzinfarkte erlitten hat. Am Donnerstag hatte das US-Außenministerium Teheran aufgefordert, Mohammadi „jetzt freizulassen und ihr die Behandlung zukommen zu lassen, die sie braucht“.

Mohammadis in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani erklärte, sie schwebe in Lebensgefahr. „Zwar befindet sie sich derzeit nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus, doch eine vorübergehende Verlegung reicht nicht aus.“ Mohammadi dürfe nie wieder in die Situation zurückkehren, „die ihre Gesundheit ruiniert hat“, forderte er mit Blick auf das Gefängnis.

Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer „entschiedenen und sofortigen Antwort“ gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. „Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen“, erklärte Vize-Außenminister Kasem Charibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.