Klassenerhalt, Relegation, Abstieg
Die BTSV-Szenarien für den letzten Zweitliga-Spieltag
11.05.2026 – 08:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Großer Jubel bei Eintracht Braunschweig: Der BTSV gewann das letzte Heimspiel der regulären Saison gegen Dynamo Dresden. (Quelle: IMAGO/Sven Heidmann/imago)
Klassenerhalt, Relegation – oder doch der direkte Abstieg? Bei Eintracht Braunschweig ist einen Spieltag vor Schluss noch alles drin. Die möglichen Szenarien.
Nach dem Abpfiff gab es in Braunschweig am Samstagnachmittag kein Halten mehr: Gerade hatte die Eintracht im Stadion an der Hamburger Straße das letzte Heimspiel der regulären Zweitligasaison für sich entschieden. Das 2:1 gegen Dynamo Dresden verschaffte dem BTSV vor dem abschließenden Spieltag in der kommenden Woche eine ordentliche Ausgangsposition im Abstiegskampf.
Doch noch ist die Rettung – der Verbleib in der 2. Bundesliga – für die Eintracht keineswegs sicher. Denn wieder einmal punktete in Fortuna Düsseldorf ein Konkurrent fleißig mit und schlug die SV Elversberg mit 3:1. Und so verbesserten sich die Braunschweiger mit dem Dreier zwar auf Tabellenplatz 14, die Lage bleibt aber prekär. Düsseldorf liegt als 15. gleichauf. Arminia Bielefeld folgt als Tabellen-16. mit einem Punkt weniger, Greuther Fürth hat als 17. drei Zähler weniger auf dem Konto.
Bedeutet für Braunschweig: Von Klassenerhalt über Relegation bis zum direkten Abstieg ist auch am letzten Spieltag noch alles drin. Das Auswärtsspiel bei Zweitligameister FC Schalke 04 am kommenden Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) wird zur Nervenschlacht.
Der kleine Vorteil für den BTSV: Schalke ist bereits sicher in die Bundesliga aufgestiegen, der Meistertitel ist dem Revierklub nicht mehr zu nehmen. Beim 0:3 gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag machte sich der Spannungsabfall schon bemerkbar. Und klar ist: Gewinnt die Eintracht auf Schalke, spielt man auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga.
Gleiches gilt für den Fall, dass Arminia Bielefeld das Heimspiel gegen Hertha BSC verliert und auch Fürth gegen Düsseldorf das Nachsehen hat – völlig unabhängig vom eigenen Spiel auf Schalke. Denn selbst bei einer Niederlage gegen die „Königsblauen“ würde dann lediglich Düsseldorf am BTSV vorbeiziehen. Braunschweig wäre als Tabellen-15. gerettet.
Verliert die Eintracht allerdings auf Schalke und Düsseldorf und Bielefeld holen jeweils mindestens einen Punkt, muss die Mannschaft von Trainer Lars Kornetka wie schon im Vorjahr in der Relegation (22. und 26. Mai) um den Klassenerhalt bangen. Beide Teams würden in diesem Szenario nämlich an Braunschweig vorbeiziehen.
Dass der BTSV am Sonntag direkt absteigt, ist indes unwahrscheinlich – aber doch möglich. Dann nämlich, wenn die Eintracht ihr eigenes Spiel verliert, Bielefeld mindestens einen Punkt holt und Fürth gegen Düsseldorf gewinnt. Voraussetzung für das Szenario: Fürth holt die um fünf Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber der Eintracht auf und Düsseldorf weist am Ende trotz einer Niederlage gegen Fürth das bessere Torverhältnis als Braunschweig auf. Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn die Eintracht auf Schalke mit 0:4 verliert und Fürth die Fortuna aus Düsseldorf mit 1:0 schlägt.
