Die Eisheiligen kommen
Regen, Sturm und Frost – Franken erwartet kühle Woche
11.05.2026 – 10:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Verkehr in der Rothenburger Straße während eines Gewitters (Archivbild): Die Nürnberger müssen sich auf eine unangenehme Woche einstellen. (Quelle: imago stock&people/imago)
Nach frühlingshaften Temperaturen wird es deutlich kühler. Der Montag bringt Regen, Gewitter und stürmische Böen. Was fünf kirchliche Heilige damit zu tun haben.
Bayern erlebt zum Wochenbeginn einen deutlichen Wetterumschwung. Regen, Gewitter und stürmische Böen lösen das laue Frühlingswochenende ab. Die Prognosen zeigen: Pünktlich zu den Eisheiligen wird es kühler in Bayern.
Die Woche beginnt mit Wolken und leichtem Regen am Montag (11. Mai), wobei zur Wochenmitte hin die Temperaturen in Nürnberg deutlich fallen. Zum Wochenende hin bleibt das Wetter wechselhaft, allerdings steigen zumindest am Sonntag die Chancen auf etwas Sonne.
Traditionell gilt ab dem 11. Mai eine alte Bauernregel, die sich am kirchlichen Kalender orientiert: Die Eisheiligen, benannt nach den kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie bringen die letzten frostigen Nächte des Frühjahrs. Der Legende nach fallen um diesen Zeitraum häufig die Temperaturen und die Wetterlage ändert sich.
So auch an diesem Montag: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) beginnt die Woche zunächst bewölkt. Von Norden her kommend ziehen Regenschauer in Richtung Alpen, auch in Nürnberg soll es regnen.
Der Wetterexperte Stefan Ochs, bekannt als „Wetterochs“, schreibt gegenüber der Nürnberger Lokalredaktion von t-online, dass es mittags noch bis zu 18 Grad warm werden könnte. Am Nachmittag fallen die Temperaturen allerdings auf 12 Grad, es folgt ein stürmischer Westwind. Der DWD warnt außerdem vor Böen in höheren Lagen.
In der Nacht zu Dienstag hält der Regen an, vereinzelte Gewitter bleiben möglich. Die Temperaturen fallen in den einstelligen Bereich. In den Hochlagen der Mittelgebirge schneit es. Tagsüber bleibt es bewölkt und regnerisch bei Höchstwerten zwischen 7 und 14 Grad – erst gegen Abend soll es laut DWD etwas auflockern.
Der Wetterochs ergänzt dazu in seiner Prognose: In der Nacht zum Mittwoch drohe in ungünstigen Lagen Bodenfrost bis minus 2 Grad. Luftfrost in zwei Metern Höhe sei nur an besonders exponierten Standorten zu erwarten. In Nürnberg bestehe jedoch keine Frostgefahr.
Im Wochenverlauf bleibt das Wetter wechselhaft. Ein großes Tief zieht laut „Wetterochs“ langsam von der Nordsee über Deutschland zum Balkan und bringt Regenschauer bei maximal 15 Grad. Auch an Christi Himmelfahrt (14. Mai) fällt das Wetter demnach kühl aus – kein Wettermodell zeige mehr als 16 Grad. Der Experte empfiehlt für den Feiertag daher weniger „eine Garten-Party, sondern eher eine Wanderung, bei der man auch mal kurz den Regenschirm braucht.“
