Doku mit unveröffentlichten Geschichten und Ausschnitten vom „30 Jahre 0711 Family Jam“ / ab 11. Juni 2026 in der ARD Mediathek, am 4. Juli 2026 um 0:05 Uhr im SWR

Von den Anfängen in den Stuttgarter Jugendhäusern über die legendäre Kolchose bis hin zum 0711-Büro: Die Dokumentation „0711 – HipHop made in Stuttgart“ erzählt die Erfolgsgeschichte der Stuttgarter HipHop-Szene, die die deutsche Rapkultur nachhaltig prägte. Mit exklusiven Einblicken, persönlichen Geschichten von Künstlern wie Schowi, Max Herre und Michi Beck wird gezeigt, warum Stuttgart zur „Mutterstadt“ des HipHops wurde. Der Film blickt auf eine Ära voller Erfolg und Herausforderungen zurück – erstmals spricht Schowi auch über den Betrugsfall, der das 0711-Imperium erschütterte – und begleitet die Rückkehr der Pioniere zu einem besonderen Ereignis: dem „30 Jahre 0711 Family Jam“ am 23. Mai 2026 auf dem Stuttgarter Schlossplatz beim SWR Sommerfestival. Die Doku ist ab dem 11. Juni 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Am 4. Juli 2026 um 0:05 Uhr wird sie im SWR ausgestrahlt.

Eine Erfolgsgeschichte aus Stuttgart

In den 1990ern entwickelte sich Stuttgart rund um die Jugendhäuser Mitte und West zum zentralen Ort der deutschen HipHop-Szene. Hier entstand die legendäre Kolchose, eine Künstlergemeinschaft mit Talenten wie Massive Töne, Afrob, Max Herre und Freundeskreis, die Rapmusik politisch, tanzbar und massentauglich machte. Getragen von einer lebendigen Clubszene und dem „Benztown-Stil“ wurde Stuttgart zu einem zentralen Ort für Rap in Deutschland.

Mit der Gründung des 0711-Büros im Jahr 1996 legten Schowi (Jean-Christoph Ritter) und Strachi (Johannes Strachwitz) den Grundstein für die Professionalisierung der Szene. Durch Projekte wie das Label Kopfnicker Records, eine eigene Booking-Agentur und Großevents wie das „MTV HipHop Open“ schufen sie eine Struktur, die es dem Stuttgarter HipHop ermöglichte, deutschlandweit erfolgreich zu werden.

Vom Höhenflug zum Tiefpunkt

Nach dem Höhepunkt 1999, als vier Stuttgarter Acts zeitgleich die deutschen Album-Charts dominierten, geriet das 0711-Imperium durch einen Betrugsfall ins Wanken. Nach dem allgemeinen Abflauen des HipHop-Hypes wurden Schowi und Strachi von ihrem Buchhalter um über 400.000 Euro betrogen – ein Fall, der ihr finanzielles Fundament und Vertrauen erschütterte. In der Doku „0711 – HipHop made in Stuttgart“ sprechen sie erstmals offen über diese dunkle Zeit und ihre anschließende Neuerfindung als Agentur und Holding.

Ein Familientreffen im Kessel

Am 23. Mai 2026 kommen die alten Weggefährten zurück in den Stuttgarter Kessel, um den Schlossplatz beben zu lassen als wäre es 1999. Die Doku begleitet sie sowohl auf der Bühne als auch Backstage und wirft gemeinsam mit HipHop-Künstlern wie Michi Beck, Clueso, Jan Delay, Samy Deluxe, Das Bo und Curse einen Blick zurück auf die Wurzeln des Phänomens der „Mutterstadt“ Stuttgart.

Doku, Konzert und Podcast

Die Dokumentation „0711 – HipHop made in Stuttgart“ zeigt die Geschichte der Stuttgarter HipHop-Szene, beleuchtet die Anfänge und bringt die Legenden des Deutschraps für ein unvergessliches Konzert zurück auf die Bühne. Sie ist ab dem 11. Juni in der ARD Mediathek verfügbar und wird am 4. Juli um 0:05 Uhr im SWR ausgestrahlt. Das Konzert vom 23. Mai vom SWR Sommerfestival ist in voller Länge ebenfalls in der ARD Mediathek ab dem 11. Juni abrufbar. Außerdem erzählt der Podcast „Mutterstadt 0711 – HipHop Hauptstadt Stuttgart!?!“, ab 22. Mai in ARD Sounds, wie HipHop-Deutschland auf Stuttgart geblickt hat.

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