Alle Rettungsversuche waren vergebens: Die Geschichte des Hamburger Handelshauses Wachsmuth & Krogmann geht endgültig zu Ende – nach 229 Jahren. Die Firma ist pleite. Rund 50 Mitarbeiter sind nun arbeitslos.
Monatelang hatte das Traditions-Unternehmen gegen die Pleite gekämpft, wollte mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung die Wende schaffen – doch vergebens: Die im Sprinkenhof im Kontorhausviertel ansässige Firma wird zerschlagen, den fast 50 Mitarbeitern wurde bereits gekündigt, wie das „Abendblatt“ berichtet.
Wachsmuth & Krogmann nach 229 Jahren pleite
Begonnen hatte die Geschichte Wachsmuth & Krogmann im Jahr 1797. Johann Christian Wachsmuth gründete dem Bericht zufolge sein Handelshaus für „Kolonialwaren und Spezereyen“. 1815 stieß Hermann Christian Tobias Krogmann dazu. Im 19. Jahrhundert wurde die Firma zu einer weltweit agierenden Reederei. Bald gehörten Südfrüchte wie Ananas in Dosen zu den Rennern.
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Doch die großen weltweiten Krisen ab 2019 setzten dem Unternehmen schwer zu. „Die wirtschaftlichen Spannungen infolge der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und weiterer geopolitischer Krisen nahmen immer mehr zu“, sagt Insolvenzverwalter Nils Krause in dem Bericht. Weitere Gründe für die Pleite seien Lieferkettenschwierigkeiten, gestiegene Frachtkosten sowie das Einkaufsverhalten der großen Discount-Kunden gewesen. Die Non-Food-Sparte wurde jetzt vom Hamburger Handelshaus Wünsche übernommen. (mp)
