Dementsprechend gibt es in Taiwan Forderungen, selbst eine stärkere Drohnenabwehr aufzubauen. Gene Su, Geschäftsführer des führenden taiwanesischen Drohnenherstellers Thunder Tiger, forderte: „Wir müssen Tag und Nacht kontinuierlich produzieren, um unseren Feinden entgegenzutreten.“ Drohnen machen die Kriegsführung für die angreifende Seite wesentlich kostspieliger, sagte Admiral Samuel Paparo, Chef des US-Indo-Pazifik-Kommandos, im April vor einem US-Senatsausschuss.
Paparo hatte zudem vorgeschlagen, die Taiwanstraße mit Tausenden Drohnen in der Luft, auf dem Wasser und unter Wasser zu füllen, die auf das chinesische Militär abzielen, damit es schwerfällt, die Wasserstraße zu überqueren, um nach Taiwan vorzurücken.
Ein weiterer Schluss sind dem Bericht zufolge die fehlenden politischen Folgen im Iran. „Taktische Erfolge bedeuten nicht automatisch politische Erfolge“, sagte Craig Singleton, Senior Fellow der überparteilichen Foundation for Defense of Democracies (FDD). „Für China unterstreicht dies eine zentrale Lektion: Erfolge auf dem Schlachtfeld führen nicht automatisch zum gewünschten Endzustand.“
Darüber hinaus fehle es dem chinesischen Militär an Kampferfahrung. Die USA zeigten im Iran-Krieg, dass sie sich schnell an neue Gegebenheiten anpassen könnten. Laut Analysten sei es fraglich, ob China dies in ähnlicher Art und Weise gelingen könnte.
Drew Thompson, Senior Fellow an der S. Rajaratnam School of International Studies in Singapur, verweist bei CNN auf den letzten Krieg zwischen den USA und China an – den Korea-Krieg. Damals seien US-amerikanische Kampfflieger trotz technischem Rückstand den chinesischen Piloten überlegen gewesen, wegen der Erfahrung aus dem Zweiten Weltkrieg.
Auch in jüngerer Vergangenheit waren die USA in zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, China nicht. „Die Lehre daraus war, dass ein hervorragender Pilot in einem mittelmäßigen Flugzeug immer einen mittelmäßigen Piloten in einem hervorragenden Flugzeug schlagen wird“, sagte Thompson.