„Ich spüre eine große Wertschätzung im Club und das Commitment der Geschäftsführung für unsere gemeinsamen Ziele“, wurde Odebrecht in der offiziellen Klubmitteilung zitiert. Ihr direkter Vorgesetzter, Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer, ergänzte: „Der Frauenfußball ist ein schnell wachsender, dynamischer Markt. Umso wichtiger ist es, diesen Bereich mit großer Expertise und einem strategischen Blick zu führen. Viola bringt die nötige Erfahrung, ein großes Netzwerk und eine klare Handschrift mit.“ Man sei sehr froh, sie langfristig an der Spitze dieses Bereichs zu wissen und den eingeschlagenen Weg gemeinsam konsequent fortzusetzen, so Schäfer.

Odebrecht hatte vor ihrem Engagement in Leipzig vier Jahre lang die weibliche Nachwuchsabteilung des VfL Wolfsburg geführt, wo sie zuvor die letzte Etappe ihrer eigenen Spielerinnenkarriere absolvierte. Im Dress von Turbine Potsdam und dem VfL gewann die 49-malige Nationalspielerin vier Mal die Champions League, sieben deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokale.

Von diesen Erfolgen ist ihr aktueller Klub noch weit entfernt. Nach zwei achten Plätzen in den Vorjahren liegen die RB-Frauen in der laufenden Saison zwei Spieltage vor dem Ende auf Rang zehn. Gleichwohl betonte die Weltmeisterin von 2003 und Olympiabronze-Gewinnerin von 2004 die ambitionierten Ziele: „Inzwischen haben wir uns in der Bundesliga etabliert – aber was wir zu meinem Start im Jahr 2019 begonnen haben, ist damit noch nicht abgeschlossen.“