Bereits vor der offiziellen Begrüßung herrschte reges Interesse an den ausgestellten Bildern. Das erste Bild wechselte noch den Besitzer, bevor die Vernissage überhaupt losgegangen war. Die Freude über den gelungenen Auftakt war Maria Rath deutlich anzusehen. Die Künstlerin nahm sich viel Zeit für Gespräche und begegnete ihren Gästen mit großer Offenheit. Immer wieder stand sie gemeinsam mit Besuchern vor ihren Bildern und erklärte die Hintergründe ihrer Werke. Dabei sprach sie über Inspiration, Emotionen und persönliche Erfahrungen, die in ihre Kunst einfließen.
Maria Rath lebt in Kaarst und ist Autodidaktin. Erst vor rund zehn Jahren begann sie mit der Malerei. Was zunächst als kreativer Ausgleich begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer großen Leidenschaft. Heute entstehen ihre Werke mit viel Herzblut, Gefühl und persönlicher Ausdruckskraft. Besonders großformatige Leinwände prägen ihren Stil.
Der Titel „Kraft der Frau“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Ausstellung. Viele Bilder beschäftigen sich mit Stärke, Selbstbewusstsein, Emotionen und innerer Widerstandskraft. Dabei verbindet Maria Rath kräftige Farben mit ausdrucksstarken Formen. Ihre Werke laden dazu ein, stehen zu bleiben, zu beobachten und eigene Gedanken zu entwickeln. Galeristin Rena Wertheim würdigte die Künstlerin und sprach über die besondere Entwicklung von Maria Rath und ihre Leidenschaft für die Kunst. „Maria malt mit Herz und Seele“, betonte Wertheim. Gerade diese Authentizität mache ihre Werke so besonders. Rena Wertheim hob außerdem hervor, dass Maria Rath ihre Kunst immer wieder auch für soziale und gemeinnützige Zwecke einsetzt. Die Künstlerin stelle Werke regelmäßig für Benefizaktionen zur Verfügung und unterstütze damit Menschen, die Hilfe benötigen. Dieses soziale Engagement sei ein wichtiger Teil ihrer Persönlichkeit.
Die Künstlerin selbst sprach mit ihren Besuchern nicht nur über Farben und Techniken, sondern auch über Gefühle, Lebenssituationen und persönliche Erlebnisse. Gerade diese Nähe machte die Atmosphäre der Vernissage besonders. Die Ausstellung zeigt mehr als 14 Werke. Zu sehen sind unterschiedliche Motive, die mal abstrakt, mal emotional, mal kraftvoll und direkt wirken. Immer wieder entdecken Betrachterinnen und Betrachter neue Details in den Bildern. Maria Rath experimentiert mit Materialien, Strukturen und Formen. Dadurch entstehen Werke, die auf den ersten Blick beeindrucken und auf den zweiten Blick weitere Geschichten erzählen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Mai in der Wertheim Arts Galerie in Büttgen (Rathausplatz 4) zu sehen.